Journalistinnenbund übernimmt Patenschaft für Hedwig-Dohm Gedenkstätte

Hedwig Dohm (1831-1919), eine der bekanntesten Schriftstellerinnen und Publizistinnen des 19. Jahrhunderts, wurde vor 175 Jahren in Berlin geboren.

Noch ehe das Gedenkjahr 2006 zu Ende geht, ist es dem Journalistinnenbund gelungen, ihre Grabstätte auf dem alten kulturhistorischen St. Matthäuskirchhof in Berlin Schöneberg für weitere 20 Jahre zu erhalten.

Mit der Übernahme der Patenschaft will das Netzwerk der Journalistinnen die Erinnerung an eine radikale Vorkämpferin für die Gleichberechtigung der Frauen in Erinnerung bringen und zu ihrer Wiederentdeckung beitragen.

„Alles was ich schreibe, steht im Dienste der Frauen“ -  Unter diesem Motto spießte Hedwig Dohm mit spitzer Feder die Missstände ihrer Zeit auf. Soeben ist nach einem Lesebuch mit ausgewählten Texten zum Jubiläum ihres 175. Geburtstages der erste  Band der kommentierten Gesamtausgabe als EDITION HEDWIG DOHM im Berliner trafo verlag  erschienen.

Auch heute gibt es im Medienbereich viele Frauen, die sich mit Verve, Mut und Witz, Beharrlichkeit und Temperament für die Rechte und die Wahrnehmung von Frauen einsetzen, diese aufklärend und emanzipatorisch fördern und deren journalistische und publizistische Arbeit unterstützen.

Seit 1991 ehrt der Journalistinnenbund jedes Jahr eine dieser Kolleginnen mit der Hedwig-Dohm-Urkunde für ihre herausragende journalistische Lebensleistung und ihr frauenpolitisches Engagement.

In Zusammenarbeit mit Frauen-Projekten ist zur Einweihung der Gedenkstätte zum Todestag von Hedwig Dohm im Frühsommer 2007 in Berlin ein Symposium in Aussicht genommen.
 
Journalistinnenbund
Marlies Hesse (V. i. S. d. P.)

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