JB an WDR- Rundfunkrat: Just do it!
Journalistinnenbund fordert zur Wahl von Monika Piel als Indendantin auf

Bonn,  17. November 2006


Hocherfreut nimmt der Journalistinnenbund zur Kenntnis, dass Monika Piel,
bisher WDR-Hörfunkdirektorin, am Montag zur ersten Intendantin des WDR
gewählt werden soll. Wir appellieren hiermit noch einmal nachdrücklich an alle
Rundfunkräte, dieser Wahl nun auch wirklich zuzustimmen und damit endlich
auch an dieser Stelle die Forderung nach mehr Mitwirkung von Frauen in
Spitzenämtern zu erfüllen. 

Die Zeit ist längst reif für mehrere Intendantinnen!
Monika Piel wünschen wir Glück und Erfolg bei diesem Wahlgang und stellen
zufrieden fest: Es zeigt sich nicht nur, dass in den Schatten der zweiten,
manchmal dritten Reihen außerordentlich qualifizierte Frauen jederzeit
einsatzbereit vorhanden sind – es beweist sich auch, dass geballte weibliche
Unterstützung für Frauen Wirkung zeigen. Der Journalistinnenbund hatte, wie
schon vor drei Jahren vor der Wahl von Dagmar Reim zur Intendantin des
RBB, bei den Rundfunkräten dafür plädiert, nun bei den bevorstehenden
Wahlen beim WDR, beim SWR und Anfang nächsten Jahres auch beim NDR
weibliche Kandidaten ins Spiel zu bringen und u.a. auch Monika Piel
vorgeschlagen.

Dass mit Monika Piel erst die zweite Frau unter insgesamt 14 Intendanten
dieses Amt übernehmen könnte, stellt den Journalistinnenbund keinesfalls
zufrieden. Es sind in den letzten Jahren zwar deutlich mehr Journalistinnen in
den Medien sichtbar geworden, aber zu wenige sind noch daran beteiligt, Leitlinien
zu setzen. Sie wirken im Vordergrund, nicht im Hintergrund, steigen ein,
aber nicht auf, um auch über Programme und Themenschwerpunkte zu entscheiden.
Der Journalistinnenbund wird weiterhin aufzeigen, dass kompetente
Frauen vorhanden sind. Und zwar zahlreich. In nahezu allen Medienbereichen.

Eva Kohlrusch (V.i.S.d.P.) 
Vorsitzende des Journalistinnenbundes

Zurück