Auf einen Sprung - Besuch in
Straßburg
Vor
dem Eingang von ARTE steht die Skulptur einer Giraffe. Vielleicht weil
man einen ganz schön langen Hals machen muss, um den Redakteuren dort
drinnen mal über die Schulter zu sehen?
Für die
Regionalgruppe Baden-Elsaß und weitere JB-Kolleginnen öffneten sich
nach hartnäckigen Anfragen die gläsernen Türen zu einem ausgiebigen und
sehr informativen Besuch. Uwe-Lothar Müller, Redaktionsleiter von
ARTE-Info, informierte uns über die Nachrichtensendung des
deutsch-französischen Kanals. Jean-Luc Wackermann, Leiter der
Senderegie, führte uns durch Redaktionen, Schnitträume, Studios, Regie
und Sendeabwicklung. Sendeleiter Henri L'Hostis erläuterte das neue
ARTE On-Air-Design und diskutierte mit uns die Philosophie des Senders.
Im Hotel-Restaurant Chut trafen wir Bärbel Nückles
(Korrespondentin Badische Zeitung in Straßburg), Petra Klingbeil
(dpa-Korrespondentin Straßburg) und Antoinette Spielmann (ARTE Geo) zum
Erfahrungsaustausch bei leckerem Essen.
Nach Lust und Laune
gab es Zeit für Besichtigungen und Gespräche unter Kolleginnen.
Ein sehr entspannter und inspirierender Ausflug ins sonnige
Frankreich!
Angelika
Knop, MünchenDabei war die Fahrt nach
Frankreich für die Kolleginnen der Regionalgruppe Stuttgart ein
Katzensprung. Denn mit dem TGV dauert es mittlerweile nur vier Stunden
bis Paris und in knapp zwei Stunden stoppt er in Straßburg. Im
Bistrowagen ging es recht lustig zu, denn kommunikationsfreudige
Oktoberfestfans reisten in die selbe Richtung.
Allerdings
hatten sie keine Chance die JB-Frauen in ein Gespräch zu verwickeln.
Egal in welcher Sprache. Schließlich gab es wichtigeres zu besprechen.
Wo man die Kolleginnen aus Baden-Elsaß am Bahnhof trifft, wer wo wohnt,
wie man den Weg zu ARTE findet et cetera.
Aber der ließ sich via
Fahrgemeinschaft mit einem Taxi gut erreichen. Im Wagen selbst fiel
Judith Rauch sofort ein Hinweisschild für Frauen in Notsituationen auf.
Sie brauchen nur auf das Schild zu zeigen und das Taxi fährt sie
schnell, kostenlos und unbürokratisch in das nächste Frauenhaus. Dies
beeindruckte uns und wir fanden, dass man dies international einführen
sollte.
International ging es auch bei ARTE zu.
Beide Sprachen zu sprechen, schien eine Selbstverständlichkeit zu sein.
Wobei man jedem die Wahl der Sprache zu überlassen schien. Und wir
entschieden uns für deutsch. „Pas de problème“, für Jean-Luc und Henri.
Silke Schneider-Flaig, StuttgartAngelika
Knoop hat unseren Ausflug genau richtig als entspannt und inspirierend
bezeichnet. So war es und dazu ein Gewinn an Information,Kontakten und
Lebensart. Vielen Dank an alle, die sich im Vorfeld und nachbereitend
organisatorisch, konzeptionell oder textlich engagiert haben. Ich
finde, wir könnten, sollten so etwas ruhig öfter machen.
Beate Rau, TübingenBesonders
beeindruckt hat mich der Einstieg von Antoinette Spielmann, Redakteurin
bei ARTE-GEO, in unser Gespräch am Freitagabend. Sie bezeichnete sich
ganz selbstverständlich als Feministin. Wie wohltuend! Spannend waren
auch die Berichte der Korrespondentinnen vor Ort in Straßburg aus ihrem
Arbeitsalltag: Bärbel Nückles, Badische Zeitung u.a., und Petra
Klingbeil, dpa. Bärbel hat „nebenbei“ einen Elsass-Reiseführer
geschrieben – den wir sicher alle lesen werden. Er erscheint 2009.
Heidrun Wulf-Frick, Freiburg 