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Save the Date
Jahrestagung des Journalistinnenbund 2012
vom 22. bis 24. Juni in München.

Der JB feiert 25 Jahre Journalistinnenbund mit einem besonderen Programm
- save the date!

Andere Worte – neue Töne

Nachwuchspreis des Journalistinnenbundes 2012
für Hörfunk–Kolleginnen ausgeschrieben

„Andere Worte – neue Töne“ - der Journalistinnenbund zeichnet mit dem Nachwuchspreis engagierte, in Form und Inhalt bemerkenswerte Arbeiten junger Kolleginnen aus.

Das menschliche Miteinander ist oft spannungsreich, konfliktgeladen, nicht frei von Machtausübung. Der Journalistinnenbund möchte die gendergerechte Perspektive, den differenzierten Blick auf das Leben von Frauen und Männern, von Alten und Jungen, von Menschen verschiedener Hautfarbe, Herkunft oder Religion fördern. Die Beiträge sollen unsere Wirklichkeit hörbar machen, mit dem Bewusstsein für die unterschiedlichen Lebensmuster und Bedürfnisse von Frauen und Männern. Wie sieht die Realität von Menschen jenseits stereotyper Geschlechterzuschreibungen aus?

Wir wünschen uns Beiträge, die Unterschiede entdecken - aber nicht als Unterscheidungen festschreiben. Journalistische Qualität und sprachliche Brillanz sind Voraussetzungen für eine Auszeichnung.

2012 wird der Nachwuchspreis zum zehnten Mal vom Journalistinnenbund vergeben. Er zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen für junge Journalistinnen im deutschsprachigen Raum.

pdf Info und Teilnahmebedingung

pdf Anmeldeformular

PRESSEMITTEILUNG DES JOURNALISTINNENBUNDES

Bambi an Bushido. - Begriff der Integration seiner Bedeutung beraubt

„Noch nie wurde der Begriff Integration so sehr seiner eigentlichen Bedeutung beraubt, wie durch diesen BAMBI“, schreibt Andrea Ernst, Vorsitzende des Journalistinnenbundes, in einem offenen Brief an Burda. Die eigentliche Provokation dieser Auszeichnung liege nicht in der Person des Musikers – sondern in der Juryentscheidung, mit der „das respektvolle Miteinander“ (Pressetext-Begründung) in dieser Gesellschaft verhöhnt werde. Nicht Bushido sei das Problem, sondern die Blindheit der Jury, bereitwillig über die Frauenverachtung des Rap hinweg zu sehen – und den Erfolg dafür mit einem Medienpreis zu feiern. Auch der BAMBI habediese Verachtung nicht verdient, stellt Ernst fest.

Der Brief  in vollen Wortlaut:

Herrn Dr. Hubert Burda
Hubert Burda Media
Arabellastraße 23
81925 München

Bonn, 18.11.2011

Sehr geehrter Herr Doktor Burda,

Sie haben Bushido mit dem BAMBI für Integration ausgezeichnet. Als Journalistinnen fragen wir Sie:

- Wie kommt es zu dieser Entscheidung, obwohl Sie die Realität hinter Bushidos aktuellem Wunsch nach einer Zweiten Chance kennen? Seine zur Gewalt und Frauenverachtung aufrufenden Texte sind auch heute frei zugänglich und für gutes Geld zu erwerben. Wir empfehlen Ihnen „Carlo Cocxxx Nutten“, unter anderem mit Textpassagen wie: „Schlampe renn, wenn ich ankomm´, renn um Dein Leben, wenn Du weißt, dass ein Mann kommt“. Bushido vermehrt täglich sein Vermögen mit Botschaften, von denen er sich angeblich distanziert.

- Wie kommt es zu dieser Entscheidung, obwohl Sie wissen, dass in Bushidos Texten Frauen ausschließlich als Huren und Schlampen bezeichnet werden – auch nach oder trotz seiner Zweiten Chance? Eine kleine Kostprobe aus dem neuen Album 2011 „Jenseits von Gut und Böse“: “ verreckt (…) in meinen Augen seid ihr alle nur Dreck, verreckt. (…) bist wie Heidi nur eine bitch, die schielt (…) und ich fick ne Fußballer-MILF“ Das Akronym MILF steht für „Mothers I’d like to fuck“, zu entschlüsseln über entsprechende Pornoseiten.

Noch nie wurde der Begriff „Integration“ durch Ignoranz so sehr seiner eigentlichen Bedeutung beraubt, wie mit diesem BAMBI. Denn die eigentliche Provokation dieser Auszeichnung liegt nicht in der Person des Musikers – sondern in Ihrer Entscheidung, mit der Sie „das respektvolle Miteinander“ (Pressetext-Begründung) in dieser Gesellschaft verhöhnen. Nicht Bushido ist das Problem, sondern die Blindheit der Jury, bereitwillig über die Frauenverachtung des Rap hinweg zu sehen – und den Erfolg dafür mit einem Medienpreis zu feiern.

Auch der BAMBI hat diese Verachtung nicht verdient,
mit freundlichen Grüßen

Andrea Ernst
Vorsitzende / Journalistinnenbund

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Dr. Sibylle Plogstedt, engagierte Journalistin und Trägerin der Hedwig-Dohm-Urkunde erhält „Bürgerpreis zur Deutschen Einheit“ 2011

Die Soziologin, Journalistin und Publizistin Dr. Sibylle Plogstedt, Hedwig-Dohm-Preisträgerin 2011, wird am 2. Oktober 2011 mit dem „Einheitspreis 2011“ ausgezeichnet. Der „Bürgerpreis zur Deutschen Einheit“ (Bundeszentrale für politische Bildung, bpb) würdigt damit das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern zur Annäherung der Menschen in Ost und West. Der Preis wird am 2. Oktober in Bonn verliehen. ....
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Frau Dr. Plogstedt empfängt den Preis von Laudator Alexander Tyrock, Chefredakteur des General-Anzeiger, Bonn. Foto: Zeitschrift "SUPERillu"
Frau Dr. Plogstedt empfängt den Preis von Laudator Alexander Tyrock,
Chefredakteur des General-Anzeiger, Bonn. Foto: Zeitschrift "SUPERillu".

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Jahrestagung 2011
Pressemitteilung

Mut und Macht in den Medien –
auf seiner Jahrestagung 2011 zeichnet der jb engagierte Journalistinnen aus und wählt einen neuen Vorstand

„Mut und Macht in den Medien“ – unter diesem Titel lud der Journalistinnenbund e.V. am Sonntag, den 4. September, zur öffentlichen Podiumsdiskussion ins ARD-Hauptstadtstudio ein. DuMont-Redaktionsleiterin Brigitte Fehrle, rbb-Programmdirektorin Claudia Nothelle und die Bloggerin Katrin Rönicke („Frau Lila“) diskutierten unter der Leitung von Andrea Dernbach (Tagesspiegel) über Möglichkeiten von und für Frauen auf dem Weg nach oben.

„Mut und Macht in den Medien“ – unter diesem Titel lud der Journalistinnenbund e.V. am Sonntag, den 4. September, zur öffentlichen Podiumsdiskussion ins ARD-Hauptstadtstudio ein. DuMont-Redaktionsleiterin Brigitte Fehrle, rbb-Programmdirektorin Claudia Nothelle und die Bloggerin Katrin Rönicke („Frau Lila“) diskutierten unter der Leitung von Andrea Dernbach (Tagesspiegel) über Möglichkeiten von und für Frauen auf dem Weg nach oben.
„Ich gestalte gerne“, mit diesen Worten plädierte Claudia Nothelle dafür, sich auf den Weg in die Führungsetagen der Medien zu machen. Aber „ohne Quote geht nicht“, davon ist nicht nur Brigitte Fehrle überzeugt. Die Bloggerin Katrin Rönicke wies darauf hin, dass Macht nicht nur von einer hohen hierarchischen Position abhinge. Sie lud ein, das Netz zur schnellen Meinungsbildung und zur Organisation von Aktionen zu nutzen: „Auch das bedeutet Macht“. Rönicke kritisierte zudem die Beschleunigung der Nachrichten- und Informationsverwertung in allen Medien, sowie deren Auffassung von Aktualität: „Die Medien setzen sich selbst unter zu großen Zeitdruck. Es bleibt zu wenig Zeit, um neue Gedanken und Themen zu fassen und zu formulieren.“ Vieles, scheinbar Aktuelles, bliebe auch über den Tag hinaus wichtig und es lohnt sich, die Themen aus unterschiedlichen Perspektiven weiter zu beobachten.

Fazit der Runde: Mut und Macht bedingen sich gegenseitig, beide sind notwendig, um unabhängig und engagiert journalistisch zu arbeiten.  

Neuer Vorstand des jb gewählt: Andrea Ernst ist erste Vorsitzende

Der Journalistinnenbund e.V., in dem bundesweit 450 Journalistinnen von Print- und elektronischen Medien organisiert sind, hat am 3.9. einen neuen Vorstand gewählt:
Als erste Vorsitzende amtiert für zwei Jahre Andrea Ernst (stellv. Abteilungsleiterin, WDR), ihre Stellvertreterin wurde Wibke Gerking (SWR2). Weitere Vorstandsmitglieder: Cornelia Benninghoven (freie Journalistin, Köln), Hilde Weeg (freie Journalistin, Jena), Karin von der Groeben (freie Journalistin, Mainz) und Sabine Göb (freie Journalistin, Nürnberg).

Copyright: Eva Hehemann
Der neue Vorstand (v.l.n.r.) Sabine Göb (Beisitzerin), Cornelia Benninghoven (Schatzmeisterin), Hilde Weg (Schriftführerin), Wibke Gerking (Stellvertretende Vorsitzende), Andrea Ernst (Erste Vorsitzende), Karin von der Gröben (Beisitzerin).
© Eva Hehemann.

Copyright: Eva Hehemann
Sibylle Plogstedt während ihrer Dankesrede.
© Eva Hehemann

Dr. Sibylle Plogstedt erhält Hedwig-Dohm-Urkunde
Für ihr mutiges und beeindruckendes Lebenswerk wurde die Journalistin, Publizistin und promovierte Soziologin Dr. Sibylle Plogstedt mit der Hedwig-Dohm-Urkunde des jb ausgezeichnet.
Sie saß als politische Aktivistin 1969 in Untersuchungshaft in Prag, zählte 1976 zu den Gründerinnen der feministischen Zeitschrift „Courage“, später zu den Initiatorinnen und Gründerinnen des Journalistinnenbundes.
In ihren Publikationen und Filmen thematisiert sie immer wieder unbequeme, kritische Themen und gesellschaftliche Missstände, wie Alkoholismus oder sexuelle Belästigung. Aktuell diskutiert wird ihre Studie „Knastmauke“, in der Häftlinge der DDR von ihren  traumatischen Erfahrungen berichten.

pdf Laudatio von Helga Kirchner
pdf Dankesrede von Sibylle Plogstedt

Nachwuchspreis des jb geht an Simone Rau (Tagesanzeiger, Schweiz)
Der Nachwuchspreis des Journalistinnenbundes „Andere Worte – neue Töne“ wurde 2011 erstmals an eine Schweizer Journalistin verliehen. Simone Rau, Redakteurin beim Schweizer “Tages-Anzeiger“ erhält den mit 1.000 Euro dotierten Preis für ihre Reportage „Die Krankpflegerin“, erschienen im MAGAZIN des Tages-Anzeigers am 22. Januar 2011. Darüber hinaus wurden zwei lobende Anerkennungen vergeben: an
Maris Hubschmid, Volontärin beim Berliner „Tagesspiegel“, für ihre Reportage „Denn er wusste Tag und Stunde“ (1./2. 4.2010, Tagessspiegel); und an Karen Naundorf, freie Korrespondentin im Netzwerk „Weltreporter“ für „Lasst uns doch in Ruhe arbeiten“ (27.9.2010, Jugendmagazin „Fluter“, BpB).
Die fünfköpfige Fachjury unter der Leitung von Gabi Dewald (Jury-Vorsitzende seit 2001), wählte die Arbeiten unter über 30 Einsendungen aus. Die Preisverleihung erfolgte  im Rahmen eines Festaktes 3. September in Berlin.

V.i.S.P.
Andrea Ernst, 1. Vorsitzende
Journalistinnenbund, Plittersdorfer Str.58, 53173 Bonn, Tel. 0228/312747, Fax 0228/433 1665
www.journalistinnen.de; journalistinnenbund@t-online.de

Doc-Datei Pressemitteilung
Fotos zur Jahrestagung »

Simone Rau Foto: Eva Hehemann
Simone Rau
Foto: Eva Hehemann
 
Maris Hubschmid. Foto: Eva Hehemann
Maris Hubschmid
Foto: Eva Hehemann

JB-Nachwuchspreis 2011

Den JB-Nachwuchspreis 2011 erhält:

Simone Rau
für ihre Reportage „Die Krankpflegerin“, erschienen im MAGAZIN der Wochenendbeilage des Tages-Anzeigers, der Basler Zeitung sowie des Berner Bunds und der Berner Zeitung.

Darüberhinaus erhalten eine Auszeichnung im Rahmen des JB-Nachwuchspreises:

Maris Hubschmid
für ihre Reportage „Denn er wusste Tag und Stunde“, erschienen am 1./2. April 2010 im Tagesspiegel.

Karen Naundorf
für ihren Beitrag „Lasst uns doch in Ruhe arbeiten“, erschienen am 27. September 2010 im „Fluter“

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Hedwig-Dohm-Urkunde 2011 für Sibylle Plogstedt

Sibylle Plogstedt

Sie hat einen langen, konsequenten Weg hinter sich.  Ist freie Journalistin, Publizistin und promovierte Soziologin. War politische Aktivistin im Prager Frühling, wofür sie ab 1969 eineinhalb Jahre in tschechischer Untersuchungshaft saß.  Und auch im Westen ist Sibylle Plogstedt ein wichtiger Name der 68er-Bewegtheit. 1976 zählte sie zu den Gründerinnen der feministischen Zeitschrift Courage. Sie gehört zudem von der ersten Stunde an zu den Anstifterinnen und Akteurinnen des Journalistinnenbundes und ist eine begehrte Gesprächspartnerin für politische feministische Themen. Gerade wird ihr neuestes Buch Knastmauke diskutiert, in dem politische Häftlinge der DDR über ihre Traumata berichten. Mit Büchern über ihre eigenen Hafterfahrungen, über Themen wie Alkoholismus, sexuelle Belästigung, Erbenstreit, Frauenbetriebe hat sie sich seit Jahren einen Namen gemacht. Ihre dokumentarischen Fernsehfilme gelten als ebenso behutsame wie spektakuläre Momentaufnahmen vom Zustand der Gesellschaft. 

Für dieses beeindruckende Lebenswerk ehren wir Sibylle Plogstedt mit der Hedwig-Dohm-Urkunde. Wenige Journalistinnen haben sich so unbeirrbar wie sie auf schwierigste, komplexe Themenbereiche eingelassen und dabei einen unverkennbar hohen Anspruch aufrechterhalten.

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Who makes the News
Global Media Monitoring Project (GMMP) 2009-2010

Global Media Monitoring Project - Codierseminar

Die vierte weltweite Medienbeobachtung zur Präsenz von Frauen in den Nachrichten findet im November 2009 statt. Sie ist eine weltweite Anstrengung, Daten zu sammeln, die Hinweise auf die Diskriminierung von Frauen in den Medien geben können. Das GMMP ist die größte und längste Langzeitstudie zu frauenpolitischen Aspekten in allen Nachrichtenmedien der Welt. Der Journalistinnenbund beteiligt sich seit 15 Jahren an der Sammlung der Daten und hat in allen drei vorausgegangenen Studien in den Jahren 1995, 2000 und 2005 die nationale Koordination für Deutschland übernommen.

2009 ist die Medienbeobachtung von besonderer Wichtigkeit, da die weltweit erhobenen Daten in globale Schlüsselprozesse eingebracht werden sollen, so in die Auswertung Peking + 15 und in das Gipfeltreffen, in dem der Erfolg der Millenniumsziele aus dem Jahr 2000 überprüft wird.

Global Media Monitoring Project - Codierseminar

Das GMMP (Global Media Monitoring) hat für die öffentliche Wahrnehmung des JB immer eine wesentliche Rolle gespielt. Mit harten Zahlen, "Türmen und Törtchen", zur Repräsentanz von Frauen in den Nachrichten lässt sich gut argumentieren. Über 30 Kolleginnen haben ihre Mitarbeit am Projekt zugesagt. Koordiniert wird es von Birgitta M. Schulte und Marlies Hesse. Um zu lernen, wie genau die Codierungen vorzunehmen sind, fand am 31. Oktober in Frankfurt ein Codierseminar mit 16 Teilnehmerinnen statt. Dabei waren die amtierende JB-Vorsitzende Eva Kohlrusch (Mitte) sowie ihre beiden Vorgängerinnen Ulrike Helwerth (r) und Inge von Bönninghausen (l).

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