Mentoring-Programm: Netzwerke schaffen
Alle
tun es – Wirtschaft, Politik, Gewerkschaft und Verbände – und seit 2001
auch der Journalistinnenbund: Mentoring, die gezielte Förderung und
Unterstützung von Nachwuchskräften durch Rat und Einfluss beruflich
erfahrener und etablierter Kolleginnen und Kollegen.
Beim
Mentoring handelt es sich um eine berufsbezogene, zeitlich begrenzte
und vertrauensvolle Beziehung zwischen zwei Personen außerhalb eines
normalen Vorgesetzten-Untergebenen-Verhältnisses.
Das
individuelle Betreuungskonzept für Nachwuchskräfte beruht auf der
Weitergabe von "Insider-Wissen" beruflich etablierter Menschen
(MentorInnen). Das Programm bietet Mentees (Lernenden) eine konkrete
Struktur, die sie darin bestärkt, ihre Ziele aktiv und engagiert zu
verfolgen. In der Regel richtet sich das Programm an Nachwuchskräfte,
die eine Führungsposition anstreben.
Mentoring im Journalistinnenbund
Im
Journalistinnenbund sind neben Festangestellten immer mehr
freiberufliche Frauen organisiert. Daher geht es uns nicht alleine
darum, auf künftige Führungsaufgaben vorzubereiten, sondern vielmehr
Ein- und Umsteigerinnen im Medienbereich zu einem guten Start und
sicheren „Standing“ im Job zu verhelfen.
Mentoring zwischen Frauen
bedeutet aber auch eine neue Art der Identifikation mit erfolgreichen
weiblichen Vorbildern, die wir vorantreiben wollen.
Ziele
- Kolleginnen bei ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung unterstützen und fördern
- Wieder-, Um- und Einsteigerinnen die Orientierung erleichtern
- Der häufigen Vereinzelung entgegenwirken
- Den Erfahrungsschatz und die Kontakte im Netzwerk ausschöpfen und vergrößern
- Eine Brücke zwischen den Generationen schlagen
Das Mentoring-Jahr
Der
Journalistinnenbund veranstaltet das Mentoring in einem festgelegten
Rahmen: Dazu gehört zunächst die Ausschreibung, auf die hin sich
potentielle Mentees und Mentorinnen beim JB bewerben. (Termin,
Bewerbungsbogen und weitere Infos werden etwa drei Monate vor
Bewerbungsfrist auf unserer Website und in der "jb-post" bekannt
gegeben.)
In der Regel bewerben sich mehr Mentees als
Mentorinnen, deshalb muss die Mentoring-AG eine Auswahl treffen und
sucht Paare aus, die thematisch und inhaltlich gut zueinander passen.
Die so genannten „Tandems“, Mentorin und Mentee, lernen sich dann auf
der Auftaktveranstaltung kennen. Dort bekommen sie eine Einführung ins
Programm, Anregungen und Tipps, wie das Jahr verlaufen könnte. Während
der gesamten Zeit gibt es bei Fragen oder Problemen Unterstützung von
den Ansprechpartnerinnen der Mentoring-AG. Das Mentoring endet mit
einer Abschlussveranstaltung, auf der alle Tandems ihre Erfahrungen und
Erlebnisse präsentieren.
Was muss ich als Mentee/Mentorin mitbringen?
Grundsätzlich
gibt es beim Mentoring keine Altersbeschränkung. Auch kann sich jede
bewerben, die sich als Berufsanfängerin sieht, Wiedereinsteigerin ist
oder sich als Journalistin neu orientieren will. Voraussetzungen, die
die Mentee auf jeden Fall mitbringen sollte, sind die
Bereitschaft zu lernen, sich aktiv einzubringen, Verlässlichkeit,
Offenheit, Vertraulichkeit und Ehrlichkeit.
Auch bei der
Mentorin werden Verlässlichkeit, Offenheit, Vertraulichkeit und
Ehrlichkeit vorausgesetzt ebenso wie Zeit und Spaß an der
Auseinandersetzung mit einer weniger berufserfahrenen Kollegin.
Gewinn für beide Seiten - Stimmen von Teilnehmerinnen
Mentee:
"Das Projekt kommt für mich genau zur richtigen Zeit, weil ich
beruflich gerade in einer Umbruchsituation stecke. Meine Mentorin macht
mir sehr viel Mut, meine Interessen zu vertreten, dabei planvoll
vorzugehen und sachlich zu argumentieren."
Mentorin: „Der Sinn
von Erfahrungen liegt nicht nur darin, sie für sich zu nutzen, sondern
auch darin, sie an andere weiterzugeben. Nicht zuletzt schärfte mir die
Zeit als Mentorin den Blick für die eigene Kompetenz."
Weitere
Informationen
Was
ist Mentoring - und was nicht? »