Besuch im Arpmuseum Mai 2008
Regionalgruppe Köln-Bonn im Arp Museum Rolandseck 22.5.2008

Regionalgruppe Köln/Bonn

Termine im Dezember und Januar:

Liebe Kolleginnen,

am 22. März 2010 um 19 h kommt Eva Kanis mit dem Thema  "Welchen Einfluss haben Beratung und Coaching auf den Erfolg eines Journalistinnenbüros." Eva Kanis ist die Coacherin, die Uschi Heidel und Katja Spross von den Trio Medien beraten hat
und ihnen den Weg zum Erfolg und zur Vervierfachung ihrer Einnahmen gewiesen hat.
Heute erzählt sie uns allen genauer, was zu bedenken ist.

Der Termin findet im Kolpinghaus statt. St. Apernstr. 32, 50667 Köln.

Gäste zahlen 5-10 Euro als freiwillige Spende, d.h. ohne Erinnerungen.

Bitte meldet euch an! jb-regional@web.de
Gäste sind willkommen. Sie beteiligen sich mit einem kleinen Obulus von 5 - 10 Euro, jedenfalls wer es kann und es auch freiwillig gibt....

Es grüßt Sibylle Plogstedt (Sprecherin)

 

Rückblick: 

Wen wir bisher schon trafen und wo wir waren:

Hintergrundgespräche mit

  • Helga Kirchner - bis Ende 2009 Chefredakteurin im Hörfunk des WDR
  • Trio Medien - Katja Spross und Uschi Heidel - Ein erfolgreiches Journalistinnenbüro in Bonn
  • Ute Fischer von Der Paritätische NRW zum Thema Frauenhäuser
  • Christa Wichterich, Soziologin, freiberufliche Publizistin, Gutachterin in der Entwicklungszusammenarbeit zum Thema Perspektiven von Frauenrechten in der Globalisierung
  • Burgel Langer, ehemaliges Vorstandsmitglied zum Thema
    Klarkommen in der Krise
  • Sabine Schlüter, Abteilungsleiterin bei der Künstlersozialkasse
  • Dorothee Perry-Lyman, WDR Fortbildungsredakteurin, über das Thema Fortbildungen für Freie
  • Maren Gottschalk über das Schreiben von Biografien
    www.Maren-Gottschalk.de
  • Petra L. Schmitz über neue Projekte des Filmbüros, neue Tendenzen im Dokumentarfilm, die Filmförderung und die Arbeit des Filmbüros im WDR-Rundfunkrat.
  • Gisela Brackert (früher Leiterin des Frauenfunks beim HR), Gründerin des jb und heute Ehrenvorsitzende zum Thema: Die kurze Form.
  • Eva Kohlrusch (Bunte (früher Bild), Vorsitzende des jb) zum Thema: Tatort Boulevard
  • Ingrid Herden (Capital, Was kann der Wirtschaftsjournalismus in solch einer Krise bewirken? Wie sieht oder sah ihre Arbeit während der Bankenkrise aus?)
  • Gisa Kloenne und Ulla Lessmann (Journalismus und Krimischreiben, was haben die gemeinsam?)
  • Tina Kohhaus (Kulturchefin WDR)
  • Irmela Hannover (Servicezeit Familie und Coaching-Formate im WDR)
  • Ulla Ott (Chrismon)
  • Thomas Krüger (Bundeszentrale für Politische Bildung)
  • Besuch bei der Diversity-Beauftragten der Telekom
  • Monika Wulf-Mathies (Deutsche Post AG. Ehemals EU-Kommissarin und ÖTV-Vorsitzende)
  • Heide Pfarr (Hans-Boeckler-Stiftung)
  • Bärbel Diekmann (Oberbürgermeisterin Bonn)
  • Sengül Senol (Moderatorin im türkischen Privat TV EVROPA in Duisburg)
  • Sr. Dr. Lea Ackermann (Solwodi)
  • Besuch bei der UN-Universität in Bonn
  • Dr. Corinna Franz (Leiterin der Konrad Adenauer Gedenkstätte)

Und ab und zu treffen wir uns zu einem Museumsbesuch. Wir waren schon
Im Hans Arp Museum in Rolandseck, im Käthe Kollwitz Museum in Köln, im Marx Ernst Museum in Brühl, im Bundeskanzler Adenauer Haus.


Besuch bei Käthe Kollwitz, November 2007

Sie sprach von „Käthe“ und sofort ist klar: die Künstlerin, der dieses stille und feine, inmitten von Kommerz und Konsum ‚ganz oben’ angesiedelte Museum gewidmet ist, Käthe Kollwitz (von 1867 bis 1945), hat hier eine engagierte Mittlerin. 

Hannelore Fischer ist seit 1989 die Leiterin des Kölner Käthe Kollwitz Museums. Damals hat sie sehr kurzfristig die Herausforderung angenommen. Dabei war die Kunsthistorikerin zunächst nicht auf Kollwitz, sondern auf französische Impressionistinnen spezialisiert, doch nach der Lektüre der Kollwitz-Tagebücher war sie bereit, die Leitung des entstehenden Museums zu übernehmen. 

So konnte sie auf die Ausgestaltung  Einfluss nehmen - die schlichten Holzrahmen zur Graphik und das unbedingte Weiß der Wände, auf die Rundgänge, die wirklich welche sind und ein Forum, das in seiner Schlichtheit ein angemessenes Forum für Veranstaltungen ist. Es ist ihr Museum geworden, das sie unprätentiös und mit großem Sachverstand führt.

Die beiläufig und präzis erzählende Direktorin nimmt sich Zeit für die Journalistinnen und hat auf jede der Fragen eine Antwort: nach dem Gesamtwerk, den Preisen der Kollwitzblätter, dem Jahresetat und der Rezeption im Ausland (international hochgeschätzte Künstlerin!), nach Besucherzahlen. Sie berichtet auch von ihren Vorhaben und dabei zeigt sich, wie viele Impulse sie nicht nur im eigenen Haus setzt (unter anderem mit  der Reihe Einblicke,): z.B. mit dem noch fraglichen Projekt, grafische Sammlungen aus NRW im Austausch zu präsentieren.

Graphik ist nicht unbedingt ein Publikumsrenner  und entzieht sich dem Spektakulären.  Hannelore Fischer setzt statt auf marktschreierische Ankündigungen oder hoch gehandelte Highlights auf sachkundige Vermittlung und Querverbindungen mit anderen Künstlern und Sammlungen (zurzeit Max Klinger, demnächst Künstlerplakate), und das ist bei dem reichen und engagierten Leben und Wirken der Kollwitz noch lange nicht erschöpft. Fischer weiß um die unmittelbare Wirkung der Blätter und Skulpturen der Künstlerin und es ist ihr wichtig, was Kinder zu den Bildern sagen oder Besucher ohne großartige kunstgeschichtliche Kenntnisse.

Das Käthe-Kollwitz-Museum setzt eher auf die Stille (hier oben, sagt H. Fischer, kommt mir keine klingelnde Kasse an den Eingang! Und auch keine Gastronomie!) und das Interesse an der alten Kunst des Radierens und Kupferstechens: es gibt Druckvorführungen an einer alten Tiefdruckpresse und Workshops. Der Kollwitz-Nachlass, von den Enkelinnen, die beide in Köln leben, der Kreissparkasse anvertraut, bildeten die Grundlage des Museums, der Bestand konnte erweitert werden. Sie erkennt mit bloßem Auge, ob es sich um Original oder Fälschung handelt, ihre Expertisen zählen. 

Wenn Hannelore Fischer erzählt, wird Zeit- und Kunstgeschichte lebendig und das Anliegen der „Nie wieder Krieg“ - Künstlerin Käthe Kollwitz, die auch politisch vereinnahmt wurde, bleibt von aktueller Bedeutung.  
Ute Remus

Das Gespräch war sehr locker und in angenehmer Atmosphäre. Die Direktorin war sehr authentisch und eröffnete einen ausreichenden Blick in die Kunst.
Sengül Senol


Hannelore Fischer, die Leiterin des Käthe Kollwitz Museums, unterhielt uns mit vielen witzigen Details. Zum Beispiel, wie unverwechselbar die nach hinten wegkippende Schrift von Käthe Kollwitz ist und dass sie aufgrund dieser Eigenart mit nahezu hundertprozentiger Treffsicherheit eine Fälschung von einer echten Kollwitz unterscheiden könne. 
An anderer Stelle drückte sie ihre Begeisterung darüber aus, dass Käthe Schmidt mit 19 Jahren den Herrn Kollwitz geheiratet hat. Doch nicht etwa wegen der schönen Alliteration im Namen: "Stellen Sie sich mal vor, sie hätte nicht geheiratet. Ein Käthe Schmidt Museum hätte ich nie geleitet".
Übrigens: Nach so viel Lob noch ein Tipp, den Hannelore Fischer gab: Es gibt in Köln ein inzwischen vergessenes Käthe Kollwitz Denkmal, das als erstes Denkmal der Bundesrepublik Deutschland überhaupt von Bundespräsident Theodor Heuss eingeweiht wurde. So viel zum Bezug zu Köln und Kollwitz.
Burgel Langer



Lebhafte Frauenpolitikerin

Treffen der Regionalgruppen aus Nordrhein-Westfalen mit NRW-Frauenministerin Birgit Fischer (07.04.2005) mehr »

Kontakt

Sibylle Plogstedt, jb-regional@web.de