Künstlerisch ist das Metropoltheater überaus erfolgreich. Hymnische Besprechungen, ausverkaufte Vorstellungen und prominente Paten wie der verstorbene Loriot oder Oberbürgermeister Ude: Das Theater um den Leiter und Regisseur Jochen Schölch erfreut sich größter Beliebtheit und ist bereits vielfach ausgezeichnet worden. Und trotzdem reicht es finanziell hinten und vorne nicht. Anschaulich vermittelte uns Katharina Strieder, die dem Haus seit 2000 verbunden ist und sich um die Pressearbeit kümmert, ein anschauliches Bild von den Nöten und Zwängen eines Off-Theaters. Aber auch von den Visionen: Ein Modell im Fünfziger Jahre-mäßig angehauchten Foyer wirft einen beherzten Blick in die Zukunft, in der Theaterbesucher Platz in einem großzügiger angelegten Eingangsbereich finden sollen. Noch wird kräftig gesammelt! Zu unserer großen Freude hatte Katharina Strieder einen Überraschungsgast in petto. Quint Buchholz gesellte sich höchstpersönlich zu unserer kleinen Truppe, um uns auf die abendliche Vorstellung einzustimmen. Im entspannten Gespräch mit dem Maler und Illustrator („Nero Corleone“) erfuhren wir wie die Produktion entstanden ist, an der Buchholz selbst mitgearbeitet hat, warum er sich dem Metropoltheater so besonders verbunden fühlt und wie es der Studentin Alisa Wimmer gelungen ist, sein Bilderbuch zu einer liebevoll animierten Projektion zu gestalten. Nach einer kleinen kulinarischen Einlage beim Italiener um die Ecke tauchten wir schließlich ein in die Bilderwelt des Malers Max, einem Sammler der Augenblicke. Ein konzentriertes, angenehm entschleunigtes Zusammenspiel aus Malerei, Animation und Musik, das uns entspannt in die Dezembernacht entließ.
Gunda Achterhold
www.metropoltheater.com/v960/home960.html
www.quintbuchholz.de

Quint Buchholz im Gespräch mit JB-Frauen.

Katharina Strieder vom Theater (links)

Regionalgruppe München - Dezember 2011