Frauen, Networking und eine Hofzuckerbäckerei.
Ein Tag mit Salzburgs Medienfrauen.

Münchner Medienfrauen in Saltzburg Oktober 2011

Mozartkugeln, Wolfgang Amadeus und Georg Trakl, vielleicht noch Thomas Bernhard und Stefan Zweig: Sie alle gehören mehr oder weniger zu Salzburg, jeder Touristenführer beruft sich auf sie. Doch wer kennt schon Salzburgs starke Frauen? Die Lebensgefährtin des Erzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau etwa: Salome Alt, oder die Äbtissin Perpetua Hilgenberg, die Lyrikerin Maria Johanna Sedelmaier, die hochbegabte Pianistin Nannerl Mozart, die geniale Harfenistin Marie Mösner, die Sängerin Anna Mildenburg, die engagierte Ärztin Rosa Kerschbaumer, die Nazi-Widerstandkämpferin Rosa Hofmann, oder die unter dem männlichen Pseudonym Alex Wedding auftretende Schriftstellerin Grete Weiskopf, um nur einige zu nennen.

Am Samstag, den 8. Oktober haben sich 12 Kolleginnen des Journalistinnenbundes,Regionalgruppe München, aufgemacht, Salzburg und die Frauen zu erkunden. Und sie haben so einiges Interessantes gelernt, an diesem ersten richtig kalten und verregneten Herbsttag des Jahres. Unsere österreichischen Kolleginnen von den
Externer Link Salzburger Medienfrauen haben uns eingeladen, kompetent geführt und wunderbar verköstigt. Angestoßen wurde der Austausch durch ein Externer Link BR-Radio-feature zum Thema Salzburgs starke Frauen von JB-Frau Sissi Pitzer, das Ostern gesendet wurde. Der Kontakt mit den Salzburgerinnen war hergestellt, das erste Treffen vereinbart.

Die Journalistin und Stadtführerin Externer Link Inez Reichl-De Hoogh führte uns durch Salzburgs Innenstadt. Vom Schloss Mirabell ging es über die Salzach, durch die Altstadt kreuz und quer bis zum Cafe Demel. Mit ihrer liebenswürdig forschen Art hatte sie selbst den unfreundlichen Herrn, der partout nicht aus unserem Gruppenfoto weichen wollte, fest im Griff. Überall gab es Geschichten über starke Frauen, bekannte und unbekannte. Denn nur allzu oft standen begabte Frauen im Schatten ihrer berühmten Männer. Die Zeiten erlaubten es oft nicht, dass das Werk und die herausragenden Fähigkeiten dieser Frauen entsprechend in der Öffentlichkeit gewürdigt wurden. Damit sie zumindest nicht in Vergessenheit geraten, dafür sorgen von der Bildhauerin Sanja Serbin gestaltete Gedenktafeln. Sie zeigen einen historischen Frauenschuh und verweisen auf Wohn- und Geburtshäuser oder Arbeitsstätten von Salzburgerinnen, die sich durch ihr Engagement, ihre Leistungen oder besonderen Fähigkeiten hervorgehoben haben.

Und wir hatten Glück, während des historischen Streifzuges wurden wir vom Regen verschont. Davor und danach regnete es umso heftiger. Und so flüchteten wir schließlich in die k.u.k. Hofzuckerbäckerei, das Cafe Demel und ließen uns in unglaublich weiche und unglaublich lila Sofas fallen. Der kommunikative Teil des Ausfluges begann: Nach einer ausführlichen Vorstellungsrunde wurden Geschichten, Erfahrungen und Visitenkarten ausgetauscht. Erstaunlich wie viele interessante und bemerkenswerte Frauen da versammelt waren, an diesem Tag. Die Zeit war viel zu kurz, um sie alle kennenzulernen und so wurde ein baldiger Gegenbesuch in München vereinbart.
Es sei noch erwähnt, dass kaum eine der Journalistinnen den Törtchen, ach was, den Konditor-Meisterwerken widerstehen konnte.

Text: Silke Feltes

Münchener Medienfrauen Oktober 2011 in Salzburg

Fotos: Angelika Knop + ein hilfsbereiter Tourist


Regionalgruppe München - Oktober 2011

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