
Gisela Brackert, Jahrgang 1937, hat sich nach einem Studium der Germanistik und Kunstgeschichte in vielen Bereichen des Journalismus bewegt: Bildende Kunst, Design, Öffentlichkeitsarbeit kirchlicher Institutionen.
Daneben war die Frage der Gleichberechtigung der Geschlechter ein weiteres großes Lebensthema. Insofern sagte sie ohne Zögern Ja, als ihr der Hesssische Rundfunk l981 die Leitung seines Frauenprogramms (Hörfunk) anbot. Fast 17 Jahre lang, bis Oktober 1997, hat sie dieser Programmsparte dann das Profil gegeben.
Angeregt durch Erfahrungen, die sie in den USA gemacht hatte, initiierte sie 1987 die Gründung des Journalistinnenbundes und war vier Jahre lang dessen Vorsitzende. Heute sind in diesem Netzwerk über 400 Kolleginnen aus allen Sparten vereinigt.
1992 wurde sie in die Kirchensynode der EKHN (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau) berufen. Daraus folgten im Lauf der Zeit weitere kirchliche Ehrenämter: Gisela Brackert ist Vorstandsmitglied der Evangelischen Akademie Arnoldshain, stellv. Vorsitzende der Kammer für Mission und Oekumene der EKHN und Mitglied der EKD Synode.
Sie ist außerdem Vorsitzende des Förderkreises des Cornelia Goethe-Centrums für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse (Universität Frankfurt) und war mehrere Jahre Mitglied der Jury des Hessischen Kulturpreises und des Elisabeth-Selbert-Preises.
Gisela Brackert wurde 1997 mit der Goethe-Plakette des Landes Hessen, mit der Hedwig Dohm-Ehrengabe des Journalistinnenbundes und 1998 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Sie lebt in Frankfurt am Main und im Hintertaunus.