Grafik Journalistinnenbund

Treffen im Mai: investigativer Journalismus heute

Mai 2015_Tania Roettger-1ff89b8a

Einladung zum jb-Treffen

am Dienstag, 19. Mai 2015, um 19.30 Uhr
ab 19 Uhr Zeit zum Netzwerken
im Café des EWA-Frauenzentrums
Prenzlauer Allee 6
10405 Berlin
Die Veranstaltung ist offen für interessierte Besucherinnen.

Exklusive Geschichten, tiefgründig recherchiert: Wie geht investigativer Journalismus heute?

Liebe Kolleginnen,

unsere Arbeit lebt von der Recherche und guten, exklusiven Geschichten. Doch vielen Redaktionen fehlen heutzutage die Zeit oder das Geld, langwierige, investigative Recherchen durchzuführen – und auch freie Journalistinnen müssen rechnen, wie tief sie in die Recherche gehen können. Das gemeinnützige Recherchebüro CORRECT!V, gegründet im Juli 2014, will hier ansetzen. Die ReporterInnen arbeiten an langfristigen, strukturellen Recherchen, die vor allem durch Stiftungen und Spenden von Bürgern finanziert werden.

Eine davon ist Tania Roettger, die uns am jb-Abend darüber berichten wird, wie dieses Modell genau funktioniert und was investigativen Journalismus ausmacht. Ihr Spezialgebiet sind die Auskunftsrechte – ein Instrument, das, so ihre Erfahrung, fast gar nicht von JournalistInnen angewendet wird. Bei uns erklärt sie, wie man mit Auskunftsrechten an exklusive Geschichten herankommen kann.

Tania Roettger studierte Sozial-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in London und Berlin und arbeitete danach in einem Londoner Recherchebüro, wo sie die Auskunftsrechte als Instrument investigativer Recherche kennenlernte. Das Recherchebüro CORRECT!V veröffentliche zuletzt einen viel beachteten Beitrag über die Suche nach der Wahrheit über den Absturz des Flugs MH17 in der Ukraine im vergangenen Sommer.

Wir freuen uns auf interessante Einblicke in eine oft vernachlässigte, aber doch grundlegende Kompetenz unserer Arbeit als Journalistin – die investigative Recherche.

Herzliche Grüße
Patricia und Andrea