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Der Journalistinnenbund ehrt herausragende Journalistinnen

Am 24. Juni 2012 werden in München die Hedwig-Dohm-Urkunde und der Nachwuchspreis „Andere Worte – neue Töne“ verliehen.

Hedwig-Dohm-Urkunde

Die Hedwig-Dohm-Urkunde wird in diesem Jahr an die rbb-Redakteurin Magdalena Kemper für ihr Lebenswerk übergeben. Sie zählte 1979 zu den Gründerinnen des ersten frauenpolitischen Hörfunk-Magazins „Zeitpunkte“ (SFB/rbb) und steht seit 33 Jahren für engagierte feministische und geschlechterbewusste Berichterstattung im
öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Die Laudatio hält die Pressesprecherin des Deutschen Frauenrats, Ulrike Helwerth. Die Hedwig-Dohm-Urkunde ist benannt nach der Publizistin und Vorkämpferin für Frauenrechte, Hedwig Dohm (1831-1919). Mit der Urkunde ehrt der jb seit 1991 eine Journalistin für ihre herausragende Lebensleistung und ihr frauenpolitisches
Engagement. Zu den Preisträgerinnen gehören u.a. Wibke Bruhns, Dr. Luc Jochimsen, Dr. Susanne von Paczensky oder Dr. Sibylle Plogstedt.

„Andere Worte – neue Töne“ – der Nachwuchspreis

Mit dem Nachwuchspreis des Journalistinnenbundes „Andere Worte, neue Töne“ in der Kategorie Hörfunk wird Anna Osius (28) ausgezeichnet. Die Journalistin erhält den Preis für ihr Radio-Feature „Vater, Sohn und das erfrorene Glück“ (WDR 5, 10.12.2011). Anna Osius, in Bad Driburg geboren, studierte Journalistik und Politik in Dortmund und New York. Sie arbeitet für die Hörfunk-Redaktion „Politik und Zeitgeschehen“ des WDR.

Aus der Begründung der Jury: „Anna Osius‘ Feature erzählt eine sehr persönliche Geschichte von der Suche eines Obdachlosen nach Menschenwürde in menschenunwürdigen Lebensumständen. In ruhigem Tonfall, atmosphärisch dicht, reich an Beobachtungen, präzise und schnörkellos in der Sprache und spannend in der Dramaturgie ist Anna Osius ein emotional mitreißendes Feature über eine nicht gelebte Vater-Sohn-Beziehung gelungen.“

Der Journalistinnenbund zeichnet mit dem Nachwuchspreis „Andere Worte – neue Töne“ bereits seit zehn Jahren junge Journalistinnen aus. Gewürdigt werden Beiträge, die Sachverhalte aus ungewöhnlicher Perspektive schildern und damit neue Sichtweisen eröffnen. In jedem Jahr wird der Preis innerhalb einer der Kategorien Print, Hörfunk, Fernsehen oder Online vergeben, er ist mit 1.000 Euro dotiert.

Die Auszeichnungen werden im Rahmen der Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehen des Journalistinnenbundes am 24. Juni 2012 im Bayerischen Rundfunk übergeben.