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Hedwig-Dohm-Recherchestipendium 2024: jetzt bewerben!

Drei Frauen im Gespräch auf Podium

Antonia Vangelista, HDS-Stipendiatin 2022 (Mitte), im Gespräch mit der jb-Vorsitzenden Friederike Sittler (re.) und der HDS-Juryvorsitzenden Ulrike Helwerth / Foto: Sévérine Kpoti

Der Journalistinnenbund engagiert sich seit Jahren für die Förderung junger Kolleginnen und Berufseinsteigerinnen. Das Hedwig-Dohm-Recherchestipendium für Nachwuchsjournalistinnen ist seit 2022 ein weiterer Meilenstein. Kolleginnen, die am Anfang ihrer journalistischen Karriere stehen, sollen damit besonders unterstützt und gefördert werden. Das Stipendium, das keiner Altersbeschränkung unterliegt, wird von Preisträgerinnen der Hedwig-Dohm-Urkunde des jb getragen und einmal im Jahr ausgelobt.


Die Bewerbung 2024

Die Bewerberin soll ein journalistisches Vorhaben zu einem Thema mit geschlechtergerechter und gesellschaftlicher Relevanz verfolgen. Es soll sich in der Bearbeitung durch Originalität und Sorgfalt auszeichnen und gleichzeitig eine geschlechtersensible Perspektive einnehmen, die den Satzungszielen des jb entspricht.

Die Förderung

Das Stipendium ist mit einmalig 2.000 Euro dotiert.

Das Bewerbungsverfahren

Die Bewerberinnen werden gebeten, folgende Unterlagen per E-Mail an stipendium@journalistinnen.de  einzureichen:

  • Exposé mit Recherche- und Zeitplan für ihr journalistisches Projekt
    (Film, Audio, Print, Online, crossmedial) – maximal zwei DIN A4 Seiten
  • Absichtserklärung eines Mediums für die Veröffentlichung
  • Lebenslauf
  • Kostenkalkulation des Projekts

Die Bewerbungsfrist endet am 1. September 2024

Das Auswahlverfahren und die Teilnahmebedingungen

Die Jury setzt sich aus dem Kreis der Hedwig-Dohm-Preisträgerinnen zusammen. Die ausgewählte Stipendiatin wird von der Jury-Vorsitzenden informiert und verpflichtet sich, zeitnah nach Beendigung ihres Projektes ihre Arbeit dem jb in geeigneter Form vorzustellen (z.B. im Rahmen einer jb-Tagung, eines Online-Treffs und/oder als Bericht im jb-Newsletter) und bei Veröffentlichung auf die Förderung des jb hinzuweisen.


 

Die Namensgeberin des Stipendiums

Schwarz-weiß Portrait Hedwig Dohm auf einer alten Fotografie

Hedwig-Dohm als junge Frau

Hedwig Dohm (1831 – 1919) war eine der klügsten und weitsichtigsten feministischen Publizistinnen des 19. Jahrhunderts und daher ein großes Vorbild für folgende Generationen. Den Geist von Hedwig Dohm, die ihre Werke „im Dienste der Frauen“ verfasste, tragen die Preisträgerinnen mit diesem Stipendium weiter.

→ Mehr über die Hedwig-Dohm-Urkunde

HDS-Stipendiatin 2023: Clara Hoheisel

Junge Frau mit roter Pudelmütze hält eine Kamera in der Hand

Clara Hoheisel / Foto: privat

Die Absolventin des Studiengangs „Multimedia und Autorschaft“ an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hatte sich mit dem Thema „Gefangen im System. Heimerziehung in der DDR“ beworben. In einem Hörfunk-Feature wird sie der Frage nachgehen, welcher physischen, psychischen und sexuellen Gewalt viele Kinder und Jugendliche in den staatlichen Heimen ausgesetzt waren, in denen sie zu sozialistischen Persönlichkeiten erzogen werden sollten.

HDS-Stipendiatinnen 2022: Antonia Vangelista und Lisa Westhäußer

Portrait Antonia Vangelista und Lisa Westhäußer

Antonia Vangelista (li.) und Lisa Westhäußer / Foto: privat

Die Journalistinnen Antonia Vangelista und Lisa Westhäußer erhielten das Hedwig-Dohm-Recherchestipendium 2022 für das Projekt „Krieger*innen oder Friedensengel?“

Im September 2023 veröffentlichten sie ihre Ergebnisse: Ein Text in der Frankfurter Rundschau und einer in der iz3w – Zeitschrift zwischen Nord und Süd.