Grafik Journalistinnenbund

Jahrestagung 2022:
Vielfalt. Vereint. Medienfrauen. Solidarität statt Konkurrenz

Die Logik von Kriegen ist schlicht. Sie ist geprägt von uralten Mustern: Machtstreben, Dominanz und Brutalität. Die Folgen: Hochgerüstete Waffenarsenale, zerbombte Städte, Trümmerfelder und verzweifelte Menschen. Viele Bilder verstärken alte Rollenmuster: der Mann in Uniform, Frauen und Kinder auf der Flucht.

„Die weibliche Perspektive ist vielfältiger“, sagt der Journalistinnenbund und lädt ein zur Jahrestagung mit dem Thema „Solidarität statt Konkurrenz“.

11. Juni 2022, 10.00 – 17.00 Uhr, Berlin

wo: taz-Neubau, Friedrichstrasse 21, 10969 Berlin

Am Vormittag geht es aktuell um den weiblichen Blick auf den Krieg.
Am Nachmittag um Solidarität der Frauen in den Medien.

Als jb wissen wir um die Vielfalt von Frauen und werden uns nicht auseinanderdividieren lassen, während allerorten wieder eine männlich geprägte Deutungsmacht zurückkehrt, in Verlagen, Rundfunkanstalten und Produktionsfirmen. Solidarisch unseren Platz als Frauen in den Medien behaupten und weiter nach vorn bringen: Das alles werden wir auf der Jahrestagung des jb, der in diesem Jahr 35 Jahre alt wird, untereinander und mit Expertinnen diskutieren. Zeit, Bilanz zu ziehen und noch aktiver zu werden – Vereint in Vielfalt.

 

Tagung am Vormittag

10.00 Begrüßung

10.15 – 11.15 Uhr
Grenzenlose Solidarität: Der weibliche Blick auf den Krieg

Machen Frauen in der Berichterstattung den Unterschied? Wie verarbeiten die Kolleginnen vor Ort in der Ukraine ihre Erlebnisse? Vermitteln sie andere Bilder, andere thematische Zugänge? Wie können wir als Medienfrauen solidarisch agieren?

Podium:
* Sabine Adler, DLF, Leiterin des Reporterpools für Osteuropa
* Yevgenia Belorusets, ukrainische Künstlerin und Autorin (angefragt)
* Verena Hölzl, freie Reporterin mit Schwerpunkt auf Krisen, Konflikte und Vertreibung
* Lesya Pullmann, freie Journalistin und Übersetzerin
Moderation: Claudia Cornelsen, Unternehmerin, Beraterin, Autorin

11.15 – 11.45 Uhr Plenum: Wie kann grenzenlose Solidarität im und mit dem jb gelingen?

12.00 – 12.45 Uhr:
Keynote Ministerin Lisa Paus (BMFSFJ)
(angefragt)
Parität und Vielfalt – wie kommen wir Frauen solidarisch voran?

Am Nachmittag

In den vergangenen Jahren hat sich das Bewusstsein für die vielfältigen Formen der Diskriminierung deutlich erhöht; gewachsen ist mitunter aber auch die Konkurrenz zwischen den verschiedenen Gruppen, zwischen Frauen mit und ohne Sternchen, unterschiedlicher Herkunft und Überzeugung. Die Frauenbewegung scheint auseinanderzufallen, während Männer sich ungeachtet der Diversitätsdebatten weiter um ihre Karriere kümmern. Der jb will’s nun wissen: Wie gelingt es uns, vielfältig und solidarisch unseren Platz in den Medien nicht nur zu behaupten, sondern zu vergrößern?

14.00 – 15.00 Uhr:
Die intersektionale Perspektive: Vereinte Vielfalt? Oder jede macht ihr‘s?

Podium:
* Silke Burmester, Publizistin, Gründerin des Online-Magazins Palais F*luxx
* Lena Böllinger, freie Journalistin
* Sabrina N’Diaye, rbb, Fernsehmoderatorin und -reporterin
* Prof. Dr. Elizabeth Prommer, Direktorin des Instituts für Medienforschung an der Uni Rostock
Moderation: Friederike Sittler, DLF Kultur, JB-Vorsitzende

Inklusive Gespräch in Kleingruppen mit den Podiumsgästen

15.15 – 16.15 Uhr:
Die Hälfte der Welt – aber nicht in den Redaktionen?

Podium:
* Annette Binninger, Mitglied der Chefredaktion Sächsische Zeitung
* Birte Meier, ZDF, Investigativjournalistin
* Jutta Steinhoff, stellvertretende Chefredakteurin dpa
* Gabriele Holzner, HR, Programmdirektorin, stellvertretende Intendantin (angefragt)
Moderation: Sissi Pitzer, BR Medienredakteurin, stellvertretende JB-Vorsitzende

Inklusive Gespräch in Kleingruppen mit den Podiumsgästen

16.30 – 17.00
Abschlussdiskussion und Ausblick

 

Abendveranstaltung

19.00 – 23.00
Verleihung der jb-Medienpreise über den Dächern von Berlin
taz-Neubau, Panoramasaal

Verleihung der Hedwig-Dohm-Urkunde, des Marlies-Hesse-Nachwuchspreises und des Courage-Preises für aktuelle Berichterstattung

→ Die drei Preisträgerinnen

 

zur Anmeldung

 

 

 

Stand 01.05.2022