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Mutig gegen Hass und Hetze – 25.9. Diskussion mit Live-Übertragung

Was für die einen selbstverständlich geworden ist, führt bei anderen zu vehementer Ablehnung und Hass: die geschlechtergerechte Sprache, die Forderung nach Parität oder das Eintreten gegen Rassismus und Sexismus.

Zum journalistischen Umgang mit Anti-Feminismus und Sexismus

Wenn Gerichte wüste Beschimpfungen von Politikerinnen für tolerierbar halten, Rapper puren Sexismus von sich geben und Rechtsextreme sich in Hass gegen Feministinnen hineinsteigern, wenn der Attentäter von Hanau explizit seine Frauenverachtung formuliert – wie können und wie sollten Medien darüber berichten? Die Posts zitieren, sexistische Bilder aus Instagram-Accounts abdrucken und Interviews mit Gender-Gegnern führen? Foren bieten für Mut-Bürger*innen contra Wut und Hass?

Die Rassismus-Diskussion ist nach dem Tod von George Floyd in den USA neu entbrannt; die Debatte um Anti-Feminismus und Sexismus hat durch die Droh-Mails vor allem gegen Frauen neue Aufmerksamkeit bekommen.

Mutig gegen Hass und Hetze

Podiumsdiskussion, 25.9., 17.00 bis 18:30 Uhr Landesvertretung Rheinland-Pfalz (Berlin) und live im Internet via Livestream mit Anja Reschke, Renate Künast, Alice Hasters und Paula-Irene Villa Braslavsky

Hashtags Twitter: #mutiggegenhass #jbpreise2020

Begrüßung

Heike Raab, Staatssekretärin, Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa, für Medien und Digitales

Friederike Sittler, Vorsitzende des Journalistinnenbund

Juliane Seifert, Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Podiumsdiskussion mit 

Renate Künast, Politikerin und Rechtsanwältin, Mitglied des Deutschen Bundestags, Bündnis 90/Die Grünen (@RenateKuenast)

Dr. Paula-Irene Villa Braslavsky, Soziologin, Professorin und Lehrstuhlinhaberin Allgemeine Soziologie und Gender Studies am Institut für Soziologie der Universität München (LMU)

Alice Hasters, Journalistin und Buchautorin („Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten“) (@alicehasters)

Anja Reschke, Journalistin, Publizistin und Fernsehmoderatorin, Leiterin der Abteilung Innenpolitik beim Norddeutschen Rundfunk (@AnjaReschke1) 

Moderation: Angelika Knop, freie Journalistin, Dozentin und Trainerin (@noangel_kp)

Die Diskussion wird wie die anschließende Verleihung der jb-Preise 2020 an Petra Gerster, Mareike Nieberding, Nicole Ficociello und Fabienne Hurst mit einem  Livestream ins Internet übertragen.

Unser Podium

 Anja Reschke Foto: Bild: NDR/Thorsten Jander

Bild: NDR/Thorsten Jander

Anja Reschke ist Journalistin und Moderatorin und Buchautorin. Von Januar 2015 bis Juli 2019 leitete sie die Abteilung Innenpolitik beim NDR Fernsehen, zuständig für Panorama, Panorama 3, Panorama – die Reporter und Zapp, seit 1. August 2019 ist sie Leiterin des PB Kultur & Dokumentation.  Sie ist die Moderatorin des ARD-Politmagazins Panorama, und präsentiert die Sendung Wissen vor Acht – Zukunft um 19:45 im ARD- Vorabend, sowie seit Neustem den „After Corona Club“

Als Reporterin berichtete Anja Reschke immer wieder über gesellschaftsrelevante Themen und Missstände, etwa in der vielbeachteten Reportage „Unter Lehrern“ oder „das Lügenfernsehen“.  Große Aufmerksamkeit erlangte Anja Reschke durch ihre Kommentare in den Tagesthemen zu rechtsextremer Gewalt, dem Gedenken an Auschwitz und Rassismus. 2015 wurde Anja Reschke Journalistin des Jahres, 2016 wurde sie für Ihren Einsatz für Demokratie und ihren Mut mit dem Martini Preis und dem Barbara Künkelin Preis ausgezeichnet, 2018 wurde ihr der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis verliehen und 2019 erhielt sie den Siebenpfeiffer-Preis

Alice Hasters wurde 1989 in Köln geboren und wenn sie gefragt wird, wo sie herkommt, dann sagt sie, woher ihre Eltern kommen. Sie studierte Journalismus in München, arbeitete für die Tagesschau in Hamburg, lebt
aktuell in Berlin und produziert Beiträge für Deutschlandfunk Nova, süddeutsche.de, tagesspiegel.de und den rbb. Mit Maxi Häcke spricht sie im monatlichen Podcast Feuer & Brot über Feminismus und Popkultur.

Aktuelle Publikation: Alice Hasters, Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten

Renate Künast, geboren 1955 in Recklinghausen, ist Politikerin, Juristin und Sozialarbeiterin. Von 2000 bis 2001 war sie Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen und von 2001 bis 2005 Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft; von 2005 bis 2013 Vorsitzende der Bundestagsfraktion ihrer Partei und von 2014 bis 2017 Vorsitzende des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz. Sie ist Mitglied des deutschen Bundestages und lebt in Berlin.

In der aktuell 19. Wahlperiode ist Renate Künast Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft sowie stv. Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz. Dabei ist sie u.a. für das Thema Hass im Netz zuständig. 2017 erschien ihr Buch „Hass ist keine Meinung“.

Paula-Irene Villa Braslavsky, Prof. Dr. (paula.villa@lmu.de), Diplom-Soziologin, seit 2008 Lehrstuhlinhaberin Allgemeine Soziologie / Gender Studies am Institut f. Soziologie der LMU München. Lehrt und forscht zu soziologischer Theorie und Geschlechtersoziologie, arbeitet empirisch zu den Themen Biopolitik (Körpersoziologie), Elternschaft, Care, Populärkultur / Cultural Studies und Gender & Science. In drittmittelgeförderten, z.T. internationalen Forschungsprojekten (DFG, Humboldt Stiftung, VW Stiftung, Bayerisches Staatsministerium f. Bildung/Kultus u.a.) befasst(e) sie sich u.a. mit Kosmetischer Chirurgie, Ernährung/Fitness, Gender und akademischen Karrieren sowie mit Care. Sie hat 11 Bücher verfasst bzw. herausgegeben und über 50 Artikel in Fachzeitschriften und Sammelbänden veröffentlicht. Aktuelles Buch: mit Sabine Hark (2017): „unterscheiden und herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart“, Juli 2020 englisch bei verso book, sowie Winter 2020 auf spanisch.

Villa ist seit 2013 gewähltes Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS), seit 2016 Vorstand der Sektion ‚Soziologie dies Körpers und des Sports‘ in der DGS. U.a. Vertrauensdozentin des ELES, dem Begabtenförderungswerk der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland sowie der Studienstiftung der Deutschen Volkes.

Villa Braslavsky schreibt unregelmäßig im Feuilleton, und ist immer im Radio und TV präsent (u.a. Deutschlandfunk, FAZ, taz, SZ, ARD, republik.ch, Washington Post). Mit dem ‚gender salon‘ (Glockenbachwerkststatt München) vermittelt sie seit über 10 Jahren zwischen Wissenschaft, Pop und Öffentlichkeit. Villa Braslavsky hat 2 Kinder. www.gender.soziologie.uni-muenchen.de

Moderation

Fotografie Christiane Kappes

Angelika Knop, freie Journalistin, Dozentin und Trainerin (@noangel_kp)

Mit freundlicher Unterstützung durch das

Logo Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend