Grafik Journalistinnenbund

Netzwende-Award 2021 für „Amal, Berlin!“

Wir gratulieren jb-Kollegin Cornelia Gerlach für die Auszeichnung mit dem Netzwende-Award für ihr Herzensprojekt „Amal, Berlin!“. Gewonnen haben natürlich alle, die die Internetplattform mit Nachrichten aus Berlin und Hamburg auf Arabisch und Farsi/Dari für Geflüchtete gestalten: 13 Journalistinnen und Journalisten aus Syrien, Afghanistan, Ägypten und dem Iran. Der Preis, ausgelobt von Vocer 2021, prämiert ein Projekt, das für Vielfalt in den Medien steht und sich für mehr Diversität im Journalismus einsetzt.

„Amal, Berlin!“ ist ein digitales Angebot. Jeden Morgen um 11 Uhr kommen die Neuigkeiten aufs Smartphone: „Wir erreichen die Menschen, dort wo sie sind“, berichten Nilab Langar und Khalid Alaboud in diesem Interview zusammen mit der Initiatorin.

Entstanden ist „Amal, Berlin!“ aus Workshops für geflüchtete Journalistinnen und Journalisten, die Cornelia Gerlach zusammen mit ihrer Schwester 2015 gegeben hat. Julia Gerlach, früher Zeit Auslandskorrespondentin in Kairo, und Cornelia Gerlach, die ebenfalls einige Zeit im Ausland gearbeitet hat, wußten aus eigener Erfahrung, dass es lange dauert, in einem fremden Land Fuß zu fassen. Egal wie gut die eigenen Sprachkenntnisse sind, lokale Nachrichten sind zunächst schwierig zu verstehen. Deshalb ist „Amal, Berlin!“ so wichtig. Es spricht die Themen an, die die hier Angekommenen aktuell bewegen, und es bringt 160.000 Menschen jeden Tag Deutschland ein Stückchen näher.

Laudatio des Vorjahressiegers Marc-Stefan Andres vom digitalen Localangebot Rums aus Münster

 
„Amal, Berlin!“ ist ein Projekt der Evangelischen Journalistenschule und wird von der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Körber-Stiftung, der Schöpflin Stiftung, der Stiftung Mercator und anderen finanziert.