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jb-Onlinetreff – nächster Termin

Sonntag, 2.10.2022, jb-Online-Treff „Radio Wahrheit für Russland“ fällt aus!

Der Grund: Das Projekt hat derzeit Sendepause, um sich neu aufzustellen. Wir bleiben mit den Macherinnen in Kontakt und bemühen uns, den Termin Anfang nächsten Jahres nachzuholen.

Info über „Radio Wahrheit“:
Auf Kurzwelle von Deutschland bis weit nach Sibirien. Diese Geschichte, die sich liest wie aus dem Zweiten Weltkrieg, ist topaktuell. Seither Anfang April sendet „Radio Wahrheit für Russland“ zweimal in der Woche für eine Stunde Nachrichten gen Russland: unzensiert und verifiziert, wie die Radiomacherinnen versichern.

Die Redaktion setzt sich zusammen aus ukrainischen und russischen Medienfrauen, die in Deutschland leben. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine fanden sie sich zusammen, um der Propaganda von Putins Regime eine andere Wahrheit entgegenzusetzen. Noch arbeiten die Redakteurinnen und Moderatorinnen ehrenamtlich. Denn das Geld, das durch Crowdfunding zusammenkommt, reicht knapp für die Finanzierung der Kurzwellen.

Im Rahmen des monatlichen digitalen jb-Stammtischs am 2. Oktober, 17-18 Uhr, stellt Olga Kotlytska, eine der Mitgründerinnen von „Radio Wahrheit für Russland“, das Projekt vor und beantwortet die Fragen der Teilnehmer*innen.

Moderation: Ulrike Helwerth
Anmeldung: luise.loges@gmx.de

mehr über das Radioprojekt

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Im Jahr 2021 Jahr hat der Journalistinnenbund verschiedene Online-Formate entwickelt. Per Webinar oder in einer Online-Werkstatt geben jb-Kolleginnen kompakte und informative Einblicke in ihre berufliche Praxis. Oder wir treffen uns nur so zum kollegialen Austausch.

jb-Digitaltreff, der „Stammtisch“ online

Die Themen: So bunt wie der jb. Eine gute Gelegenheit für alle Mitglieder zum Netzwerken und Kennenlernen. Und zum sichtbar werden: Was treibt uns um, was treibt uns an? Einladungen und (Dauer-)Link werden jeweils vorab ins jb-forum gepostet. Wer zuverlässig informiert werden möchte, kann Link und Einladung auch „abonnieren“.

Der Stammtisch findet regelmäßig am ersten Sonntag des Monats von 18 bis 19 Uhr statt.
Anmeldung: luise.loges@gmx.de

jb-global

An jedem letzten Samstag im Monat, 15 – 16 Uhr, tauschen sich jb-Frauen miteinander aus, die als Korrespondentinnen in der Welt unterwegs sind oder waren.

Am 26.2.22 gab es aus der Online-Runde heraus einige Empfehlungen, wo und wie man in diesen Tagen die besten Informationen zur Situation in der Ukraine finden kann: Deutschsprachig: DW.com (da z.B. auch die FakeNews-Rubrik), spiegel.de und die öff-rechtlichen Sender. Englischprachig: cnn.com, nytimes.com, bbc world news.

Am 29.1.22 stellte Shikiba Babori ihr Buchprojekt zur Situation der Frauen in Afghanistan vor und die syrische Kollegin Laila Kaddah ihr (arabisch-sprachiges) Onlineprojekt. Am 12.2.22 berichtete jb-Mentee Natalie Sablowski aus aktuellem Anlass von ihren Erfahrungen während des ijp-Stipendiats bei der Nowaya Gaseta-Redaktion in Moskau.

Anmeldung: luise.loges@gmx.de; hw@weeg-kommunikation.de

 

Rückblick

Sonntag, 4.9.2022: Reproduktive Selbstbestimmung

Anlässlich des internationalen Tages für sichere Abtreibung (Safe Abortion Day) am 28.9. und des Aktionstages für sexuelle Selbstbestimmung in Berlin am 17.9. 2022 sprechen wir mit zwei Expertinnen über die aktuellen Entwicklungen: Vera Todorova ist Mitglied im Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung. Die Politikwissenschaftlerin und Journalistin Antje Schrupp ist Autorin des aktuellen Buches „Reproduktive Freiheit. Eine feministische Ethik der Fortpflanzung“, erschienen im Unrast Verlag. Moderation: Sissi Pitzer, stellvertretende jb-Vorsitzende.

Sonntag, 3.7.2022: Die Afghaninnen, Spielball der Politik

Seit der erneuten Machtübernahme der Taliban werden die Rechte von Frauen in Afghanistan wieder systematisch beschnitten. Doch das Schicksal der afghanischen Frauen ist schon seit Langem eng mit den politischen Interessen der jeweiligen Machthaber im Land verknüpft. Sie müssen als Eigentum, Druckmittel oder Alibi herhalten, um Politik zu rechtfertigen. jb-Vorstandsvorsitzende Friederike Sittler spricht mit jb-Mitglied Shikiba Babori über ihr demnächst erscheinendes Buch Die Afghaninnen – Spielball der Politik. Seit dem Abzug der Nato im August 2021 wurde Babori zur Stimme der afghanischen Frauen in den deutschen Medien.

Sonntag, 1.5.2022: Geteilte Arbeit, doppelt durchstarten!

Ein Führungsjob in Teilzeit – in Medienunternehmen undenkbar? Lydia Leipert und Rebecca Zöller zeigen, dass Arbeit im Tandem – auch als Teamlead – gut funktionieren kann. Sie teilen sich beim Bayerischen Rundfunk die Verantwortung für „Film digital“. Vor rund fünf Jahren legten sie einfach los als Team. Jetzt haben sie über ihre Erfahrungen ein Buch geschrieben: „Geteilte Arbeit, doppelt durchstarten! So funktioniert Job-Sharing“, erschienen im Komplett-Media Verlag. Am Tag der Arbeit sind beide zu Gast. Moderation: Angelika Knop.

Sonntag, 3.4.2022: Berichterstattung über den Ukrainekrieg – in Deutschland und in Russland

Als Expertinnen diskutieren zwei jb-Kolleginnen mit uns: Sigrun Rottmann, Auslandskorrespondentin für deutsche Medien und Dozentin für konfliktsensiblen Journalismus, sowie jb-Mentee Natalie Sablowski, die unlängst noch mit Stipendium bei der inzwischen vorübergehend ausgesetzten russischen Zeitung Nowaya Gazieta gearbeitet hat. Natalie hat Familie sowohl in Russland als auch in der Ukraine. Wir haben die Mentee in unserer Portraitreihe „Jeden Monat eins“ vor kurzem vorgestellt.

Sonntag, 6.3.2022: The Journalist – Pressefreiheit in Japan

Anlässlich der japanischen Netflix Miniserie The Journalist reden wir über Pressefreiheit und die Arbeit von japanischen und ausländischen Journalist*innen in Japan. jb-Kollegin Tina Stadlmayer hat fünf Jahre lang aus Japan für deutschsprachige Zeitungen berichtet. Sie wird im Gespräch mit Angelika Knop über ihre Erfahrungen erzählen und Fragen beantworten.

Sonntag, 6.2.2022: Neue Bilder braucht das Land

Die Vorrecherche unseres Projekts zur geschlechtergerechten Bildsprache in TV, Print und Online ist abgeschlossen. Projektleiterin Christine Olderdissen wird die Ergebnisse vorstellen – dann seid Ihr mit Euren Ideen und Anregungen gefragt! Der Austausch der Mitglieder mit dem Vorstand soll in den Projektantrag für „Neue Bilder braucht das Land“ einfließen, der bald beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eingereicht werden wird.

Sonntag, 5.12.2021: Tipps für die Bewerbung

Im jb-Onlinetreff geht es dieses Mal ums Bewerben/Vorstellen/Selbst-Marketing. Was wird von Führungskräften und Personalverantwortlichen bzw. Human Resources-Chef*innen erwartet? Hier gibt es wertvolle Tipps einer erfahrenen Insiderin: Wir freuen uns sehr, dass sich unsere jb-Vereinsvorsitzende Friederike Sittler dafür Zeit nimmt.

Sonntag, 7.11.2021: Tea-Time mit Neuen im JB

Die Tage werden kürzer und draussen wird es ungemütlich. Wie steht es mit einem Austausch am Sonntagnachmittag zur Tea-Time? Beim Online-Treffen am 7.11. ist Gelegenheit für die Neuen im jb, sich zu zeigen und aktuelle Anliegen zur Diskussion zu stellen. Und natürlich zum Wiedersehen und „updaten“ für alle.

Sonntag, 1.8.2021: Aufklären statt Anheizen

Am 1.8. geht es um die jb-Jahrestagung in Essen vom 17. bis 19. September 2021. Die RG Ruhr und der Vorstand stehen für alle Fragen rund um die Fachtagung „Aufklären statt Anheizen“/konfliktsensibler Journalismus sowie Mitgliederversammlung, Verleihung der jb-Preise, Mentoring-Auftakt, Locations … zur Verfügung.

Sonntag, 4.7.2021: jb-Sommertreff

Diesmal ohne festes Thema – aber mit der herzlichen Einladung vor allem auch an die neuen
Mitglieder zum Kennenlernen und Sichtbarwerden! Austausch bei leckerem Kaltgetränk, mit oder ohne Alk (Danke für die Inspiration an die RG München :-)). Was treibt uns um, was treibt uns an?

Sonntag, 2.5. 2021: Wie hat Corona unsere Arbeit infiziert?
Wie geht es (anders) weiter? Wo klemmt’s? Ein Austausch über die Veränderungen in unserer Arbeitswelt.

Sonntag, 11.4.2021: Diversität

„Diversität“ – das Thema begegnet uns in diesen Tagen überall, oft in Verbindung mit „Identität“. Die Kernfragen, die darin für unseren Verein im Kleinen, wie unsere Gesellschaft im Großen stecken: Wie können wir ein Miteinander schaffen, in dem wir als Individuen respektiert werden, ohne gemeinsame Ziele zu verlieren? Diversität – und Vielfalt – sichtbar zu machen, viel-stimmig zu werden ohne Einheit zu verlieren, wie können wir das fördern? Was sollten wir ändern und was beibehalten?

Bei der Offenen Vorstandssitzung Anfang Februar hatten wir in kleinen Gruppen diskutiert, ob wir uns z.B. Journalistinnen*bund nennen sollten, mit * am Ende von Journalistin*. Macht das Sinn für uns als Frauen-Netzwerk? Die Antworten umfasst das ganze Spektrum von ‚unbedingt dafür‘ bis ‚entschieden dagegen‘. Das kleine Beispiel macht sichtbar, wie intensiv die Diskussionen darüber gerade laufen.

Außerdem: Als jb rücken wir mit Genderleicht.de eine gendergerechte Sprache öffentlich in den Fokus. An den teils heftigen Reaktionen wird klar, dass schon die ansatzweise Gleichberechtigung zwischen maskulinem und femininem Sprachgebrauch noch nicht selbstverständlich ist.

Gender ist dabei nur ein Aspekt der Identitätsstiftung, neben vielen anderen wie Religion, Kultur, Sprache oder Nationalität. Wo fühlen wir uns zugehörig? Über welche Merkmale können wir selbst entscheiden? „Unser gemeinsames Menschsein wird brutal in Frage gestellt, wenn man die vielfältigen Teilungen in der Welt auf ein einziges, angeblich dominierendes Klassifikationsschema reduziert.“ (Amartya Sen)

Diversität bedeutet weit mehr als gendergerechte Sprache. Es geht um Teilhabe von Menschen, die bisher zu wenig gehört und gesehen wurden. Die sich strukturell diskriminiert fühlen und ihre Perspektiven jetzt einbringen wollen. Es geht um blinde Flecken in der bisher dominierenden Wahrnehmung, auch bei uns. Um den Bias, dem wir als Journalist*innen schon aus professionellen Gründen auf den Grund gehen müssen: Wo gucken wir nicht hin, wer kommt nicht vor?

Wir möchten in 2021 einen oder mehrere Anti-Bias-Trainings und Antidiskriminierungs-Workshops anbieten und sind dazu mit verschiedenen Anbieter*innen im Gespräch. Wie groß ist das Interesse daran? Wen sollten wir ggf. zu Diskussion und Gespräch einladen? Wie steht es um die Kompetenzen innerhalb des jb, welche Expertise haben wir dazu in den eigenen Reihen?

 

Am 11.9.2020  hat uns unsere Kollegin Anke Ernst, freie Autorin und Schreibmentorin (www.indeinenworten.de) in die Grundlagen eines Online-Business‘ eingeführt und Fragen wie  z. B. was sich hinter Begriffen wie „passives Einkommen“, „Content Marketing“ oder „SEO“ verbirgt, beantwortet.

Kontakt: anke@indeinenworten.de.

Barbara Weidmann: Fit for Crossmedia: „Online-Meetings durchführen“

Die Corona-Krise zwingt uns, unsere Kommunikation zum großen Teil in den virtuellen Raum zu verlegen. Doch Treffen hier funktionieren anders, als Präsenzmeetings. Es gibt technische Herausforderungen und Probleme. Agieren vor der Kamera ist für viele ungewohnt, zumal im Homeoffice. Es ist schwieriger, ohne physische Nähe den Draht zu den Teilnehmenden zu finden und die sind womöglich abgelenkt und nur mit einem Ohr dabei.
Welches Tool soll ich verwenden? Wie bereite ich solche Treffen vor? Wie führe ich eine Schulung im virtuellen Klassenzimmer durch? Welche technischen Voraussetzungen sollte ich beachten, um vor einer Webcam gut rüber zu kommen?

Wir verraten Euch Tipps und Tricks um Webkonferenzen aller Art professionell zu meistern.

 

Sigrun Rottmann: Konfliktsensibler Journalismus 

Ob in der Lokalpolitik, bei großen gesellschaftlichen Themen oder im internationalen Kontext: Über Konflikte zu berichten gehört zu den alltäglichen Aufgaben vieler Journalist*innen. Dass Menschen um die beste Strategie streiten, dass Interessen und Wünsche aufeinanderprallen sind Phänomene, die höchstspannende Themen für Medien und ihr Publikum hervorbringen. Aber werden wir als Journalist*innen unserer Verantwortung für diese Themen und die Betroffenen gerecht? In einem zunehmend von polarisierten Meinungen und Aufregung geprägten gesellschaftlichen Klima gilt es, für Klarheit und Aufklärung der Sachverhalte zu sorgen – statt Konflikte durch die Berichterstattung noch aufzuheizen.

Konfliktsensitiver Journalismus ist bisher vor allem in Ländern ein Thema, in denen Kolleg*innen über Gewaltkonflikte berichten müssen. Doch Aspekte des friedensjournalistischen Ansatzes sowie Erkenntnisse aus der Kommunikations- und Konfliktforschung können uns dabei unterstützen, auch verantwortungsvoll über konfliktive Themen vor der eigenen Haustür zu berichten, zum Beispiel den Braunkohletagebau, Migrationspolitik, Wohnungsbau und die Folgen der Corona-Pandemie.

Inhalte des Webinars:
•    Wer hat das erfunden? Die Ursprünge des Friedens- und konfliktsensiblen Journalismus.
•    It’s a conflict, stupid! Konflikte und ihre Dynamik aus der sozialwissenschaftlichen Perspektive.
•    Um was geht’s hier eigentlich? Wissenschaftliche Konfliktanalysen als Recherchewerkzeuge.
•    Da bin ich doch neutral! Reflexion über Privilegien, soziale Kategorisierung und weitere Hinweise aus der Sozialpsychologie.
•    Floskeln, Frames und Euphemismen: Sprache in der Konfliktberichterstattung.

Sigrun Rottmann ist Journalistin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Journalistik der TU Dortmund. Dort leitet sie zwei Mal jährlich ein fünftägiges Blockseminar über Konfliktsensitiven Journalismus. Sie hat Politikwissenschaft und internationalen Journalismus studiert und bei der Frankfurter Rundschau volontiert. Sie war dann zwei Jahre lang FR-Korrespondentin für Mexiko, Lateinamerika und die Karibik mit Sitz in Mexiko-Stadt, bevor sie für acht Jahre zum englischsprachigen Dienst des BBC World Service in London wechselte. Seit ihrer Rückkehr ins Ruhrgebiet 2011 arbeitet sie neben ihrer Tätigkeit an der TU als Freie unter anderem für WDR 5 sowie als Trainerin für internationale Journalist*innen-Workshops (Deutsche Welle Akademie, GIZ). Sie ist zudem zertifizierte Friedens- und Konfliktberaterin.