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jb-Onlinetreff – nächste Termine

33 Jahre Journalistinnenbund – online gefeiert im Oktober 2020 / Foto: Frauke Langguth

Sonntag, 5.12., 17 – 18 Uhr: Im jb-Onlinetreff geht es dieses Mal ums Bewerben/Vorstellen/Selbst-Marketing. Was wird von Führungskräften und Personalverantwortlichen bzw. Human Resources-Chef*innen erwartet? Hier gibt es wertvolle Tipps einer erfahrenen Insiderin: Wir freuen uns sehr, dass sich unsere jb-Vereinsvorsitzende Friederike Sittler dafür Zeit nimmt.

Anmeldung: hw@weeg-kommunikation.de

Unsere Online-Formate

Im Jahr 2021 Jahr hat der Journalistinnenbund verschiedene Online-Formate entwickelt. jb-Mitglieder geben per Webinar oder in einer Online-Werkstatt kompakte und informative Einblicke in ihre berufliche Praxis oder wir treffen uns nur so zum kollegialen Austausch.

An jedem ersten Sonntag im Monat haben wir den jb-Onlinetreff im Netz. Daneben bieten wir jb-Webinare zu besonderen Themen an. Diese jb-Online-Termine sind ein Angebot für alle, die an einem kollegialen Austausch interessiert sind über das, was uns umtreibt und antreibt. Daneben organisieren wir jb-Webinare und jb-Online-Werkstätten. Die nächsten Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben.

 

Rückblick

Sonntag, 7.11.2021: Kennenlernen und Wiedersehen

Die Tage werden kürzer und draussen wird es ungemütlich. Wie steht es mit einem Austausch am Sonntagnachmittag zur Tea-Time? Beim Online-Treffen am 7.11. ist Gelegenheit für die Neuen im jb, sich zu zeigen und aktuelle Anliegen zur Diskussion zu stellen. Und natürlich zum Wiedersehen und “updaten” für alle.

Sonntag 1.8.2021: “Aufklären statt Anheizen”

Am 1.8. geht es um die jb-Jahrestagung in Essen vom 17. bis 19. September 2021. Die RG Ruhr und der Vorstand stehen für alle Fragen rund um die Fachtagung “Aufklären statt Anheizen”/konfliktsensibler Journalismus sowie Mitgliederversammlung, Verleihung der jb-Preise, Mentoring-Auftakt, Locations … zur Verfügung.

Sonntag, 4.7.2021: jb-Sommertreff

Diesmal ohne festes Thema – aber mit der herzlichen Einladung vor allem auch an die neuen
Mitglieder zum Kennenlernen und Sichtbarwerden! Austausch bei leckerem Kaltgetränk, mit oder ohne Alk (Danke für die Inspiration an die RG München :-)). Was treibt uns um, was treibt uns an?

Sonntag, 2.5. 2021: Wie hat Corona unsere Arbeit infiziert?
Wie geht es (anders) weiter? Wo klemmt’s? Ein Austausch über die Veränderungen in unserer Arbeitswelt.

Sonntag, 11.04.2021: jb-Onlinetreff: Diversität

“Diversität” – das Thema begegnet uns in diesen Tagen überall, oft in Verbindung mit “Identität”. Die Kernfragen, die darin für unseren Verein im Kleinen, wie unsere Gesellschaft im Großen stecken: Wie können wir ein Miteinander schaffen, in dem wir als Individuen respektiert werden, ohne gemeinsame Ziele zu verlieren? Diversität – und Vielfalt – sichtbar zu machen, viel-stimmig zu werden ohne Einheit zu verlieren, wie können wir das fördern? Was sollten wir ändern und was beibehalten?

Bei der Offenen Vorstandssitzung Anfang Februar hatten wir in kleinen Gruppen diskutiert, ob wir uns z.B. Journalistinnen*bund nennen sollten, mit * am Ende von Journalistin*. Macht das Sinn für uns als Frauen-Netzwerk? Die Antworten umfasst das ganze Spektrum von ‚unbedingt dafür‘ bis ‚entschieden dagegen‘. Das kleine Beispiel macht sichtbar, wie intensiv die Diskussionen darüber gerade laufen.

Außerdem: Als jb rücken wir mit Genderleicht.de eine gendergerechte Sprache öffentlich in den Fokus. An den teils heftigen Reaktionen wird klar, dass schon die ansatzweise Gleichberechtigung zwischen maskulinem und femininem Sprachgebrauch noch nicht selbstverständlich ist.

Gender ist dabei nur ein Aspekt der Identitätsstiftung, neben vielen anderen wie Religion, Kultur, Sprache oder Nationalität. Wo fühlen wir uns zugehörig? Über welche Merkmale können wir selbst entscheiden? “Unser gemeinsames Menschsein wird brutal in Frage gestellt, wenn man die vielfältigen Teilungen in der Welt auf ein einziges, angeblich dominierendes Klassifikationsschema reduziert.” (Amartya Sen)

Diversität bedeutet weit mehr als gendergerechte Sprache. Es geht um Teilhabe von Menschen, die bisher zu wenig gehört und gesehen wurden. Die sich strukturell diskriminiert fühlen und ihre Perspektiven jetzt einbringen wollen. Es geht um blinde Flecken in der bisher dominierenden Wahrnehmung, auch bei uns. Um den Bias, dem wir als Journalist*innen schon aus professionellen Gründen auf den Grund gehen müssen: Wo gucken wir nicht hin, wer kommt nicht vor?

Wir möchten in 2021 einen oder mehrere Anti-Bias-Trainings und Antidiskriminierungs-Workshops anbieten und sind dazu mit verschiedenen Anbieter*innen im Gespräch. Wie groß ist das Interesse daran? Wen sollten wir ggf. zu Diskussion und Gespräch einladen? Wie steht es um die Kompetenzen innerhalb des jb, welche Expertise haben wir dazu in den eigenen Reihen?

 

Am 11.9.2020  hat uns unsere Kollegin Anke Ernst, freie Autorin und Schreibmentorin (www.indeinenworten.de) in die Grundlagen eines Online-Business’ eingeführt und Fragen wie  z. B. was sich hinter Begriffen wie „passives Einkommen”, „Content Marketing” oder „SEO” verbirgt, beantwortet.

Kontakt: anke@indeinenworten.de.

Barbara Weidmann: Fit for Crossmedia: “Online-Meetings durchführen”

Die Corona-Krise zwingt uns, unsere Kommunikation zum großen Teil in den virtuellen Raum zu verlegen. Doch Treffen hier funktionieren anders, als Präsenzmeetings. Es gibt technische Herausforderungen und Probleme. Agieren vor der Kamera ist für viele ungewohnt, zumal im Homeoffice. Es ist schwieriger, ohne physische Nähe den Draht zu den Teilnehmenden zu finden und die sind womöglich abgelenkt und nur mit einem Ohr dabei.
Welches Tool soll ich verwenden? Wie bereite ich solche Treffen vor? Wie führe ich eine Schulung im virtuellen Klassenzimmer durch? Welche technischen Voraussetzungen sollte ich beachten, um vor einer Webcam gut rüber zu kommen?

Wir verraten Euch Tipps und Tricks um Webkonferenzen aller Art professionell zu meistern.

 

Sigrun Rottmann: Konfliktsensibler Journalismus 

Ob in der Lokalpolitik, bei großen gesellschaftlichen Themen oder im internationalen Kontext: Über Konflikte zu berichten gehört zu den alltäglichen Aufgaben vieler Journalist*innen. Dass Menschen um die beste Strategie streiten, dass Interessen und Wünsche aufeinanderprallen sind Phänomene, die höchstspannende Themen für Medien und ihr Publikum hervorbringen. Aber werden wir als Journalist*innen unserer Verantwortung für diese Themen und die Betroffenen gerecht? In einem zunehmend von polarisierten Meinungen und Aufregung geprägten gesellschaftlichen Klima gilt es, für Klarheit und Aufklärung der Sachverhalte zu sorgen – statt Konflikte durch die Berichterstattung noch aufzuheizen.

Konfliktsensitiver Journalismus ist bisher vor allem in Ländern ein Thema, in denen Kolleg*innen über Gewaltkonflikte berichten müssen. Doch Aspekte des friedensjournalistischen Ansatzes sowie Erkenntnisse aus der Kommunikations- und Konfliktforschung können uns dabei unterstützen, auch verantwortungsvoll über konfliktive Themen vor der eigenen Haustür zu berichten, zum Beispiel den Braunkohletagebau, Migrationspolitik, Wohnungsbau und die Folgen der Corona-Pandemie.

Inhalte des Webinars:
•    Wer hat das erfunden? Die Ursprünge des Friedens- und konfliktsensiblen Journalismus.
•    It’s a conflict, stupid! Konflikte und ihre Dynamik aus der sozialwissenschaftlichen Perspektive.
•    Um was geht’s hier eigentlich? Wissenschaftliche Konfliktanalysen als Recherchewerkzeuge.
•    Da bin ich doch neutral! Reflexion über Privilegien, soziale Kategorisierung und weitere Hinweise aus der Sozialpsychologie.
•    Floskeln, Frames und Euphemismen: Sprache in der Konfliktberichterstattung.

Sigrun Rottmann ist Journalistin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Journalistik der TU Dortmund. Dort leitet sie zwei Mal jährlich ein fünftägiges Blockseminar über Konfliktsensitiven Journalismus. Sie hat Politikwissenschaft und internationalen Journalismus studiert und bei der Frankfurter Rundschau volontiert. Sie war dann zwei Jahre lang FR-Korrespondentin für Mexiko, Lateinamerika und die Karibik mit Sitz in Mexiko-Stadt, bevor sie für acht Jahre zum englischsprachigen Dienst des BBC World Service in London wechselte. Seit ihrer Rückkehr ins Ruhrgebiet 2011 arbeitet sie neben ihrer Tätigkeit an der TU als Freie unter anderem für WDR 5 sowie als Trainerin für internationale Journalist*innen-Workshops (Deutsche Welle Akademie, GIZ). Sie ist zudem zertifizierte Friedens- und Konfliktberaterin.

Ansprechpartnerin für Rückfragen: Hilde Weeg, jb-Vorstand

Kontakt: hw@weeg-kommunikation.de