Grafik Journalistinnenbund

jb-Onlinetreff – nächster Termin

Virtuelles Zuprosten beim 30. Jubiläum des Journalistinnenbundes. 2022, beim 35. Jubiläum, flatterten zusätzlich Rosenblätter durchs Bild.

Frauen, die die Welt verändern:

Dienstag, 14.02.2023, 19 – 20 Uhr.

Ungleiche Behandlung der Geschlechter beginnt schon damit, wessen Geschichten erzählt werden. Deutsche Medien berichten zum Beispiel viermal mehr über Männer als über Frauen. Deshalb hat die Journalistin und jb-Mentoring Alumna Pauline Tillmann 2015 das Digitalmagazin „Deine Korrespondentin“ ins Leben gerufen, wo Korrespondentinnen aus aller Welt berichten.

Online-Treff mit Pauline Tillmann
Zur Vorstellung ihres Buches „Frauen, die die Welt verändern“, das vor Kurzem veröffentlich wurde und einige der besten Reportagen von „Deine Korrespondentin“ aus den letzten Jahren zusammenstellt, kommt Pauline zu unserem jb-Online-Treff im Februar. Wir wollen über Paulines Erfahrungen als Gründerin eines Webmagazins sprechen, über spannende Geschichten von spannenden Frauen.

Wir freuen uns auf Euch!
Anmeldung: luise.loges@gmx.de

* * *

Im Jahr 2021 Jahr hat der Journalistinnenbund verschiedene Online-Formate entwickelt. Per Webinar oder in einer Online-Werkstatt geben jb-Kolleginnen kompakte und informative Einblicke in ihre berufliche Praxis. Oder wir treffen uns nur so zum kollegialen Austausch.

jb-Digitaltreff, der „Stammtisch“ online

Die Themen: So bunt wie der jb. Eine gute Gelegenheit für alle Mitglieder zum Netzwerken und Kennenlernen. Und zum sichtbar werden: Was treibt uns um, was treibt uns an? Einladungen und (Dauer-)Link werden jeweils vorab ins jb-forum gepostet. Wer zuverlässig informiert werden möchte, kann Link und Einladung auch „abonnieren“.

Der Stammtisch findet regelmäßig am dritten Dienstag eines Monats um 19 Uhr statt.
Anmeldung: luise.loges@gmx.de

jb goes global

Samstag. 25.02.2023, 15 – 16 Uhr
Anmeldung: luise.loges@gmx.de

An jedem zweiten Samstag im Monat treffen sich jb-Kolleginnen online, die im oder aus dem Ausland als Journalistinnen arbeiten. Der Treff entstand 2020 im Lockdown, als weltweit alle Menschen vor den Bildschirmen festsaßen. Beim Treff geht es um die kleinen wie um die großen Dinge: Den Blick auf die deutschen Medien von Außen, auf Herausforderungen im freiberuflichen Dasein in der Welt, auf die große und kleine Politik. Die Kolleginnen sitzen rund um den Globus verteilt – von Buenos Aires bis Taipeh, von Amsterdam, Berlin und Bonn bis Beirut.

Immer wieder öffnen wir die Runde auch für alle jb-Mitglieder oder Außenstehende, wenn es zum Beispiel um den Iran, die Ukraine oder die Situation der Frauen in Afghanistan geht.

Maria Savushkina, Journalistin und Medienmanagerin aus Belarus, war am 21.1.23 bei uns mit dem Thema Journalismus in Belarus und die Macht der Satire zu Gast. Am 12.11.22 sprachen wir mit Isabelle Rogge. Sie hatte den Protesten im Iran eine Folge ihres Podcasts gewidmet und dafür MARYAM.fyi interviewt, ebenfalls zu Gast bei jb-global. 29.1.22 stellte Shikiba Babori ihr Buchprojekt zur Situation der Frauen in Afghanistan vor und die syrische Kollegin Laila Kaddah ihr (arabisch-sprachiges) Onlineprojekt. Am 12.2.22 berichtete jb-Mentee Natalie Sablowski aus aktuellem Anlass von ihren Erfahrungen während des ijp-Stipendiats bei der Nowaya Gaseta-Redaktion in Moskau.

Bei Interesse gerne melden!

Kontakt: luise.loges@gmx.de

 

Rückblick auf jb-online-Treffen

Ab 2023 sind die Treffen von Sonntagnachmittag auf den Dienstagabend verlegt.

Dienstag, 17.1.2023: Wie kommunizieren wir in schwerer – einfacher – leichter Sprache?

Andrea Halbritter, Texterin und Übersetzerin in einfache und leichte Sprache gibt einen Impuls zum passenden Umgang mit Sprache. Sie ist Übersetzerin vom Französischen ins Deutsche und vom Netzwerk für leichte Sprache e.V. zertifiziert. Sie lebte lange überwiegend in Frankreich, inzwischen vor allem wieder in ihrer Heimatstadt Augsburg. Eine Anleitung zum geschlechtergerechten Schreiben in Leichter Sprache gibt es auch auf Genderleicht.de, zusätzlich übersetzt von Andrea Halbritter: Gendern in Leichter Sprache.

Sonntag, 4.9.2022: Reproduktive Selbstbestimmung

Anlässlich des internationalen Tages für sichere Abtreibung (Safe Abortion Day) am 28.9. und des Aktionstages für sexuelle Selbstbestimmung in Berlin am 17.9. 2022 sprechen wir mit zwei Expertinnen über die aktuellen Entwicklungen: Vera Todorova ist Mitglied im Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung. Die Politikwissenschaftlerin und Journalistin Antje Schrupp ist Autorin des aktuellen Buches „Reproduktive Freiheit. Eine feministische Ethik der Fortpflanzung“, erschienen im Unrast Verlag. Moderation: Sissi Pitzer, stellvertretende jb-Vorsitzende.

Sonntag, 3.7.2022: Die Afghaninnen, Spielball der Politik

Seit der erneuten Machtübernahme der Taliban werden die Rechte von Frauen in Afghanistan wieder systematisch beschnitten. Doch das Schicksal der afghanischen Frauen ist schon seit Langem eng mit den politischen Interessen der jeweiligen Machthaber im Land verknüpft. Sie müssen als Eigentum, Druckmittel oder Alibi herhalten, um Politik zu rechtfertigen. jb-Vorstandsvorsitzende Friederike Sittler spricht mit jb-Mitglied Shikiba Babori über ihr demnächst erscheinendes Buch Die Afghaninnen – Spielball der Politik. Seit dem Abzug der Nato im August 2021 wurde Babori zur Stimme der afghanischen Frauen in den deutschen Medien.

Sonntag, 1.5.2022: Geteilte Arbeit, doppelt durchstarten!

Ein Führungsjob in Teilzeit – in Medienunternehmen undenkbar? Lydia Leipert und Rebecca Zöller zeigen, dass Arbeit im Tandem – auch als Teamlead – gut funktionieren kann. Sie teilen sich beim Bayerischen Rundfunk die Verantwortung für „Film digital“. Vor rund fünf Jahren legten sie einfach los als Team. Jetzt haben sie über ihre Erfahrungen ein Buch geschrieben: „Geteilte Arbeit, doppelt durchstarten! So funktioniert Job-Sharing“, erschienen im Komplett-Media Verlag. Am Tag der Arbeit sind beide zu Gast. Moderation: Angelika Knop.

Sonntag, 3.4.2022: Berichterstattung über den Ukrainekrieg – in Deutschland und in Russland

Als Expertinnen diskutieren zwei jb-Kolleginnen mit uns: Sigrun Rottmann, Auslandskorrespondentin für deutsche Medien und Dozentin für konfliktsensiblen Journalismus, sowie jb-Mentee Natalie Sablowski, die unlängst noch mit Stipendium bei der inzwischen vorübergehend ausgesetzten russischen Zeitung Nowaya Gazieta gearbeitet hat. Natalie hat Familie sowohl in Russland als auch in der Ukraine. Wir haben die Mentee in unserer Portraitreihe „Jeden Monat eins“ vor kurzem vorgestellt.

Sonntag, 6.3.2022: The Journalist – Pressefreiheit in Japan

Anlässlich der japanischen Netflix Miniserie The Journalist reden wir über Pressefreiheit und die Arbeit von japanischen und ausländischen Journalist*innen in Japan. jb-Kollegin Tina Stadlmayer hat fünf Jahre lang aus Japan für deutschsprachige Zeitungen berichtet. Sie wird im Gespräch mit Angelika Knop über ihre Erfahrungen erzählen und Fragen beantworten.

Sonntag, 6.2.2022: Neue Bilder braucht das Land

Die Vorrecherche unseres Projekts zur geschlechtergerechten Bildsprache in TV, Print und Online ist abgeschlossen. Projektleiterin Christine Olderdissen wird die Ergebnisse vorstellen – dann seid Ihr mit Euren Ideen und Anregungen gefragt! Der Austausch der Mitglieder mit dem Vorstand soll in den Projektantrag für „Neue Bilder braucht das Land“ einfließen, der bald beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eingereicht werden wird.

Sonntag, 5.12.2021: Tipps für die Bewerbung

Im jb-Onlinetreff geht es dieses Mal ums Bewerben/Vorstellen/Selbst-Marketing. Was wird von Führungskräften und Personalverantwortlichen bzw. Human Resources-Chef*innen erwartet? Hier gibt es wertvolle Tipps einer erfahrenen Insiderin: Wir freuen uns sehr, dass sich unsere jb-Vereinsvorsitzende Friederike Sittler dafür Zeit nimmt.

Sonntag, 7.11.2021: Tea-Time mit Neuen im JB

Die Tage werden kürzer und draussen wird es ungemütlich. Wie steht es mit einem Austausch am Sonntagnachmittag zur Tea-Time? Beim Online-Treffen am 7.11. ist Gelegenheit für die Neuen im jb, sich zu zeigen und aktuelle Anliegen zur Diskussion zu stellen. Und natürlich zum Wiedersehen und „updaten“ für alle.

Sonntag, 1.8.2021: Aufklären statt Anheizen

Am 1.8. geht es um die jb-Jahrestagung in Essen vom 17. bis 19. September 2021. Die RG Ruhr und der Vorstand stehen für alle Fragen rund um die Fachtagung „Aufklären statt Anheizen“/konfliktsensibler Journalismus sowie Mitgliederversammlung, Verleihung der jb-Preise, Mentoring-Auftakt, Locations … zur Verfügung.

Sonntag, 4.7.2021: jb-Sommertreff

Diesmal ohne festes Thema – aber mit der herzlichen Einladung vor allem auch an die neuen
Mitglieder zum Kennenlernen und Sichtbarwerden! Austausch bei leckerem Kaltgetränk, mit oder ohne Alk (Danke für die Inspiration an die RG München :-)). Was treibt uns um, was treibt uns an?

Sonntag, 2.5. 2021: Wie hat Corona unsere Arbeit infiziert?
Wie geht es (anders) weiter? Wo klemmt’s? Ein Austausch über die Veränderungen in unserer Arbeitswelt.

Sonntag, 11.4.2021: Diversität

„Diversität“ – das Thema begegnet uns in diesen Tagen überall, oft in Verbindung mit „Identität“. Die Kernfragen, die darin für unseren Verein im Kleinen, wie unsere Gesellschaft im Großen stecken: Wie können wir ein Miteinander schaffen, in dem wir als Individuen respektiert werden, ohne gemeinsame Ziele zu verlieren? Diversität – und Vielfalt – sichtbar zu machen, viel-stimmig zu werden ohne Einheit zu verlieren, wie können wir das fördern? Was sollten wir ändern und was beibehalten?

Bei der Offenen Vorstandssitzung Anfang Februar hatten wir in kleinen Gruppen diskutiert, ob wir uns z.B. Journalistinnen*bund nennen sollten, mit * am Ende von Journalistin*. Macht das Sinn für uns als Frauen-Netzwerk? Die Antworten umfasst das ganze Spektrum von ‚unbedingt dafür‘ bis ‚entschieden dagegen‘. Das kleine Beispiel macht sichtbar, wie intensiv die Diskussionen darüber gerade laufen.

Außerdem: Als jb rücken wir mit Genderleicht.de eine gendergerechte Sprache öffentlich in den Fokus. An den teils heftigen Reaktionen wird klar, dass schon die ansatzweise Gleichberechtigung zwischen maskulinem und femininem Sprachgebrauch noch nicht selbstverständlich ist.

Gender ist dabei nur ein Aspekt der Identitätsstiftung, neben vielen anderen wie Religion, Kultur, Sprache oder Nationalität. Wo fühlen wir uns zugehörig? Über welche Merkmale können wir selbst entscheiden? „Unser gemeinsames Menschsein wird brutal in Frage gestellt, wenn man die vielfältigen Teilungen in der Welt auf ein einziges, angeblich dominierendes Klassifikationsschema reduziert.“ (Amartya Sen)

Diversität bedeutet weit mehr als gendergerechte Sprache. Es geht um Teilhabe von Menschen, die bisher zu wenig gehört und gesehen wurden. Die sich strukturell diskriminiert fühlen und ihre Perspektiven jetzt einbringen wollen. Es geht um blinde Flecken in der bisher dominierenden Wahrnehmung, auch bei uns. Um den Bias, dem wir als Journalist*innen schon aus professionellen Gründen auf den Grund gehen müssen: Wo gucken wir nicht hin, wer kommt nicht vor?

Wir möchten in 2021 einen oder mehrere Anti-Bias-Trainings und Antidiskriminierungs-Workshops anbieten und sind dazu mit verschiedenen Anbieter*innen im Gespräch. Wie groß ist das Interesse daran? Wen sollten wir ggf. zu Diskussion und Gespräch einladen? Wie steht es um die Kompetenzen innerhalb des jb, welche Expertise haben wir dazu in den eigenen Reihen?

 

Am 11.9.2020  hat uns unsere Kollegin Anke Ernst, freie Autorin und Schreibmentorin (www.indeinenworten.de) in die Grundlagen eines Online-Business‘ eingeführt und Fragen wie  z. B. was sich hinter Begriffen wie „passives Einkommen“, „Content Marketing“ oder „SEO“ verbirgt, beantwortet.

Kontakt: anke@indeinenworten.de.

Barbara Weidmann: Fit for Crossmedia: „Online-Meetings durchführen“

Die Corona-Krise zwingt uns, unsere Kommunikation zum großen Teil in den virtuellen Raum zu verlegen. Doch Treffen hier funktionieren anders, als Präsenzmeetings. Es gibt technische Herausforderungen und Probleme. Agieren vor der Kamera ist für viele ungewohnt, zumal im Homeoffice. Es ist schwieriger, ohne physische Nähe den Draht zu den Teilnehmenden zu finden und die sind womöglich abgelenkt und nur mit einem Ohr dabei.
Welches Tool soll ich verwenden? Wie bereite ich solche Treffen vor? Wie führe ich eine Schulung im virtuellen Klassenzimmer durch? Welche technischen Voraussetzungen sollte ich beachten, um vor einer Webcam gut rüber zu kommen?

Wir verraten Euch Tipps und Tricks um Webkonferenzen aller Art professionell zu meistern.

 

Sigrun Rottmann: Konfliktsensibler Journalismus 

Ob in der Lokalpolitik, bei großen gesellschaftlichen Themen oder im internationalen Kontext: Über Konflikte zu berichten gehört zu den alltäglichen Aufgaben vieler Journalist*innen. Dass Menschen um die beste Strategie streiten, dass Interessen und Wünsche aufeinanderprallen sind Phänomene, die höchstspannende Themen für Medien und ihr Publikum hervorbringen. Aber werden wir als Journalist*innen unserer Verantwortung für diese Themen und die Betroffenen gerecht? In einem zunehmend von polarisierten Meinungen und Aufregung geprägten gesellschaftlichen Klima gilt es, für Klarheit und Aufklärung der Sachverhalte zu sorgen – statt Konflikte durch die Berichterstattung noch aufzuheizen.

Konfliktsensitiver Journalismus ist bisher vor allem in Ländern ein Thema, in denen Kolleg*innen über Gewaltkonflikte berichten müssen. Doch Aspekte des friedensjournalistischen Ansatzes sowie Erkenntnisse aus der Kommunikations- und Konfliktforschung können uns dabei unterstützen, auch verantwortungsvoll über konfliktive Themen vor der eigenen Haustür zu berichten, zum Beispiel den Braunkohletagebau, Migrationspolitik, Wohnungsbau und die Folgen der Corona-Pandemie.

Inhalte des Webinars:
•    Wer hat das erfunden? Die Ursprünge des Friedens- und konfliktsensiblen Journalismus.
•    It’s a conflict, stupid! Konflikte und ihre Dynamik aus der sozialwissenschaftlichen Perspektive.
•    Um was geht’s hier eigentlich? Wissenschaftliche Konfliktanalysen als Recherchewerkzeuge.
•    Da bin ich doch neutral! Reflexion über Privilegien, soziale Kategorisierung und weitere Hinweise aus der Sozialpsychologie.
•    Floskeln, Frames und Euphemismen: Sprache in der Konfliktberichterstattung.

Sigrun Rottmann ist Journalistin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Journalistik der TU Dortmund. Dort leitet sie zwei Mal jährlich ein fünftägiges Blockseminar über Konfliktsensitiven Journalismus. Sie hat Politikwissenschaft und internationalen Journalismus studiert und bei der Frankfurter Rundschau volontiert. Sie war dann zwei Jahre lang FR-Korrespondentin für Mexiko, Lateinamerika und die Karibik mit Sitz in Mexiko-Stadt, bevor sie für acht Jahre zum englischsprachigen Dienst des BBC World Service in London wechselte. Seit ihrer Rückkehr ins Ruhrgebiet 2011 arbeitet sie neben ihrer Tätigkeit an der TU als Freie unter anderem für WDR 5 sowie als Trainerin für internationale Journalist*innen-Workshops (Deutsche Welle Akademie, GIZ). Sie ist zudem zertifizierte Friedens- und Konfliktberaterin.