Grafik Journalistinnenbund

Portal für gendersensiblen Journalismus: das Team

Hinter den Kulissen wird derzeit an unserem Portal für gendersensiblen Journalismus gewerkelt: Ab Ende Juni 2019 wird es unter genderleicht.de Infos rund ums „richtige“ oder auch das „Undercover“-Gendern geben.

Das Ziel: Journalistinnen und Journalisten Impulse und Hilfestellung zu einer gendersensiblen Arbeitsweise im Alltag zu geben. Das Portal wird bereits vorhandenes Wissen bündeln, in den journalistischen Alltag übersetzen und Werkzeuge für den Arbeitsalltag liefern: von der Themensetzung über die Auswahl von Gesprächspartnerinnen, von der Recherche bis hin zu Bildgestaltung und Formulierung.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert das Projekt für die kommenden zweieinhalb Jahre.

Und nun: Vorhang auf für unser Team!

Projektleiterin ist Christine Olderdissen, freie Fernsehautorin unter anderem für ZDF und MDR, und vielen im jb aus dem Team des Watch-Salon bekannt. Feministin seitdem sie denken kann, hat sie die Gendersensibilität schon immer als Maxime bei ihrer Arbeit mit Worten und Bildern. Christine Olderdissen hat auch die Vorabrecherche für das Genderprojekt geleitet, die der jb im Auftrag des Bundesfrauenministerium rund um den Jahreswechsel 2017/18 durchgeführt hat. Als zweites Standbein hat sie sich im Webdesign professionalisiert und erstellt vorzugsweise Websites für Kolleginnen wie auch für andere, komplexe Projekte. Deshalb freut sie sich insbesondere darauf, dieses vertiefte Wissen in die Konzeption für das im Arbeitstitel noch „Genderportal“ genannte Projekt einbringen zu können.

Katalin Valeš war schon im der Vorabrecherche als Referentin dabei. Sie arbeitet als freie Journalistin für Print- und Onlineredaktionen sowie den öffentlich-rechtlichen Hörfunk. Sie hat Diplom-Journalistik und Diplom-Politikwissenschaft in Wien, Dortmund, Duisburg und an der Dänischen Journalistenschule in Århus studiert. Seit fünf Jahren engagiert sie sich ehrenamtlich für Chancengleichheit und Diversity im Journalismus. Katalin Valeš hat ausprobiert, wie gendersensibler Journalismus in der Praxis umgesetzt werden kann. Ihre Erfahrung: Es geht! (sogar sehr gut). „Gendersensibler Journalismus eröffnet einen neuen Blick auf Themen, verändert die Perspektive und ist keineswegs nur was für Nischen. Es ist eine wunderbare Methode, die ganz leicht erlernt werden kann“, erklärt die 34-Jährige ihre Motivation die neue Plattform des Journalistinnenbundes mitzugestalten. Dass gendersensibler Journalismus ein Qualitätsmerkmal ist, auf das niemand mehr verzichten muss, davon ist Katalin Valeš überzeugt.

Anna E. Poth ist als Referentin neu im Team. Durch ihre Neugierde und ihr großes Interesse an anderen Kulturen, Wahrheiten und gesellschaftlichen Systemen ist sie zum Journalismus gekommen. Sie legt Wert auf Wahrhaftigkeit und Ethik in der Berichterstattung. Sie arbeitet vor allem zu gesellschaftlichen und politischen Themen. Aktuell entwickelt sie eine multimediale Reihe zur Europawahl 2019. Durch ihr Engagement bei mehreren Vereinen kam sie mit Diskussionen zur gendergerechten Sprache schon früh in Berührung. Von 2015-2018 studierte sie Journalismus und Unternehmenskommunikation an der HMKW Köln. Ihre Bachelorarbeit befasste sich mit dem Einfluss von Twitter auf die deutsche Live-Berichterstattung in Katastrophenfällen. Durch ihre Arbeit als Theaterregisseurin können ihre journalistischen Projekte auch auf der Bühne wiedergefunden werden. Ihre Theaterregie-Ausbildung absolvierte sie vor ihrem Journalismusstudium an der Theaterakademie Mannheim und am Staatstheater am Gärtnerplatz in München.

P.S.: Hier geht’s zur Vorabrecherche des Genderportals.