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Mehr Gender in den Mainstream – AG Gender

Medien produzieren und reproduzieren stereotype Bilder und diskriminierende Darstellungen von Frauen – und Männern: Von Familienfrauen und Karrierefrauen, Gewaltopfern und Politikerinnen, Migrantinnen und Deutschen, von dicken, dünnen, alten, jungen, lesbischen, intersexuellen, behinderten oder nicht-behinderten Frauen oder Männern.

Die Wirklichkeit ist den Mediendarstellungen oft voraus. Doch warum spiegeln sich die neuen Lebenssituationen, Machtverschiebungen bei den Geschlechtern, ein anderes Rollenverständnis und die daraus sich ergebenden Themen von Frauen und Männern so wenig in den Medien?

Verantwortlich dafür sind meist journalistische „Routinen“: Orientierung am Mainstream und oberflächliche Recherche, Nachrichtenfaktoren, die die Perspektive von Frauen ausblenden, und einseitige Interpretationen von Fakten. Und nicht zuletzt: die herrschenden Machtverhältnisse in den Redaktionen. Diese Faktoren sorgen dafür, dass der freie Blick auf Geschlechterdimensionen journalistischer Produkte nach wie vor nicht gewährleistet ist.

Ein Instrument zur Herstellung von mehr Geschlechterdemokratie sind Gender-Trainings. Im Rahmen ihres Projektes „Der G-Faktor“ entwickelte die AG Gender des Journalistinnenbunds spezifische Trainings für Medienschaffende mit dem Ziel, die Sensibilisierung für Gender-Aspekte zum festen Bestandteil der Aus- und Weiterbildung an Journalistenschulen zu machen.