Grafik Journalistinnenbund

Frisch gebloggt – Aktuell im Watch-Salon

Frauen im Gespräch vor bodentiefen Fenstern im 31. Stockwerk Das Netzwerken ist mir wichtig, sagen die einen. Die anderen haben Freundschaften fürs Leben gefunden. Es gibt viele gute Gründe im Journalistinnenbund mitzumischen – Unterstützung in beruflichen Fragen, Diskussion unserer Rolle als Medienmacherinnen, Feminismus im Journalismus usw.

Bei der Jubiläumsjahrestagung in Frankfurt a.M. haben wir uns unter den Kolleginnen umgehört und elf aufschlussreiche Antworten erhalten.

Jetzt aktuell im Watch-Salon:
Eine Beziehungsgeschichte – Der Journalistinnenbund und ich

Foto: Eva Hehemann

 

 

 

Gegen den Sexismus im Journalismus

Gisela Brackert, Portrait der Mitgründerin des Journalistinnenbundes

Die Gründung des Journalistinnenbundes vor 30 Jahren hatte viel mit männlicher Arroganz zu tun. Gisela Brackert, 1987 Leiterin des Frauenfunks beim Hessischen Rundfunk, empfand die herablassende Art, wie Frauen in den Medien behandelt wurden, ein solch großes Ärgernis, dass sie den Kick Off startete. Übrigens zusammen mit Sybille Plogstedt, Inge von Bönninghausen – und einigen anderen – nachzulesen in der Chronik „Beständig im Wandel – 30 Jahre Journalistinnenbund“.

Im Watch-Salon-Interview berichtet Gisela Brackert ihre persönliche Vorgeschichte der Gründungsphase. Ein Zeugnis über den dringend gebotenen Aufbruch gegen Sexismus im Journalismus.

Aktuell im Watch-Salon: Fünf Fragen an Gisela Brackert

Foto: Nicole Kohlhepp

 

Kluge Texte über Feminismus

Portrait Heide OestreichAls der Feminismus für tot erklärt wurde, hat Heide Oestreich stur weiter geschrieben, über Gleichstellung und Genderpolitik in der taz.

Seitdem in den Mainstream-Medien jüngere Kolleginnen über feministische Themen schreiben (dürfen), ist die Freude groß, klar doch. Für Heide Oestreich ist es eine Bestätigung ihrer jahrelangen Arbeit und dass sich langer Atem lohnt.

Mit Salonista Christine Olderdissen spricht die Autorin kluger Texte über Feminismus im Journalismus und wieso sie jetzt auch Radio macht.

Neu im Watch-Salon: Fünf Fragen an Heide Oestreich

Foto: Carsten Kampf

 

 

Kreative Kritikerin

„Es wird zu oft über Gefühle, statt über Fakten berichtet,“ kritisiert Diemut Roether und hat dafür das Wort „Emotionsfalle“ geprägt. Von Berufs wegen ist die Chefredakteurin des Fachdienstes epd medien eine kritische Beobachterin der Entwicklungen im Journalismus. Sie sagt: zu oft werde vergessen, die Gefühle auch zu hinterfragen.

Dass bei der Jubiläums-Jahrestagung das Medienlabor mit hochkarätigen Gästen besetzt ist, ist auch ihrem Engagement im Orgateam zu verdanken. Salonista Tina Stadlmayer kennt Diemut Roether seit der gemeinsamen Vorbereitung zum ersten jb-Medienlabor 2015 und bat sie, an der Interviewserie teilzunehmen.

Neu im Watch-Salon: Fünf Fragen an Diemut Roether

Foto: Guido Schiefer

 

Frau der klaren Linie

Portraet Inge von BönninghausenWas wäre der jb ohne die Frauen der ersten Stunde? Inge von Bönninghausen gehört zu den Gründerinnen des Journalistinnenbundes und war von 1991 – 1999 eine von bis heute sechs Vorsitzenden des jb. Auch im beruflichen Ruhestand ist sie weiter aktiv.

Salonista Mareice Kaiser traf beim jb-Journalistinnen-Barcamp im vergangenen Sommer in Berlin auf die frühere Chefin der WDR-Sendung Frau tv. Angetan von der aparten Erscheinung der über 70-jährigen fragte sie die Umstehenden: „Wer ist die schicke Frau mit den kurzen Haaren?“ Knapp ein Jahr später gab es Gelegenheit zum Gespräch mit aufschlussreichen Antworten.

Jetzt im Watch-Salon: Fünf Fragen an Inge von Bönninghausen

Foto: Malin G. Kundi

 

Journalistin mit DDR-Biographie

Gislinde Schwarz in einer Interviewsituation. Sie trägt Kopfhörer und hält ein Mikrophon.Bis heute ist Gislinde Schwarz eine der wenigen Kolleginnen im jb mit einer DDR-Biographie. Nach dem Mauerfall hatte sie schnell den Weg zum westdeutschen Journalistinnenbund gefunden und wurde zur „Ost-Erklärerin für den Westen“. Auch und vor allem in den Reportagen und Porträts, die sie gemeinsam mit Rosemarie Mieder für namhafte Zeitschriften und Publikationen schrieb.

Salonista Tina Stadlmayer hat Gislinde Schwarz Anfang der neunziger Jahre kennengelernt. Ein Vierteljahrhundert später blickt sie mit ihr zurück auf ein Journalistinnenleben vor und nach der Wende.

Aktuell im Watch-Salon: Fünf Fragen an Gislinde Schwarz

Foto: Christian Muhrbeck

 

 

Feministische Filmkritik

Sophie Rieger Portraitfoto„Sexismus im Film fördert die stereotype Darstellung von Weiblichkeit und Männlichkeit“. Die Journalistin Sophie Rieger ist mit ihrem Blog FILMLÖWIN angetreten, um auf Kino und TV einen gendergeschultem Blick zu werfen. In  ihrem attraktiv aufgemachten Online-Magazin setzt sie mit großem Sachverstand und gründlicher Recherche einen Contrapunkt gegen die Alltäglichkeit von Frauenverachtung und endloser Wiederholung überkommener Rollenmuster.

Salonista Angelika Knop interviewt die Filmlöwin über die Bedingungen feministischer Filmkritik und warum ein Film über Sexismus kein sexistischer Film sein sollte.

Aktuell im Watch-Salon: Fünf Fragen an Sophie Rieger

 

 

re:publica 2017 – was bringt die Zukunft

Miriam Meckel bei ihrem Vortrag über Cyberforschung am Gehirn bei der re:publica 2017Drei Tage Netzpolitik, Denkstoff und neue Begegnungen, das war die re:publica 2017. Die Watch-Salon-Bloggerinnen Mareice Kaiser, Magdalena Köster und Christine Olderdissen waren mitten im Getümmel der 9000 Besucher, Expertinnen und Referenten.

Immer mehr jb-Kolleginnen nehmen ebenfalls am Branchentreffen der Netzgemeinde teil. Acht gute Gründe, zur re:publica zu gehen, haben die Salonistas in einer Collage der Eindrücke zusammengetragen.

Aktuell im Watch-Salon: Rückblick auf die re:publica 2017

Foto: Christine Olderdissen