Grafik Journalistinnenbund

Frisch gebloggt – Aktuell im Watch-Salon

Erfundene Dialoge, perfekt recherchiert. Maren Gottschalk bringt uns die eigensinnige, widerspenstige Frida Kahlo näher, in der Phase ihres Durchbruchs 1938/39. Endlich eine Ausstellung ihrer Bilder: die Künstlerin reist nach New York und Paris, wird auf Partys gefeiert und erlebt amouröse Abenteuer. Maren Gottschalk, promovierte Historikerin, beschäftigt sich als Journalistin mit historischen Persönlichkeiten, vor allem für die WDR-Radiosendung ZeitZeichen. Und sie schreibt Bücher, wie so viele unserer Kolleginnen im Journalistinnenbund.

Salonista Christine Olderdissen stellt den Roman vor:

Neu im Watch-Salon: Frida – Mit Blumen im Haar zu den Partys der New Yorker Bohême

Corona im Blick von Journalistinnen

Blick auf Zeitungen und Bildschirme mit CoronaberichtenDie Pandemie beschäftigt uns auch beruflich. Im Watch-Salon stellen wir den weiblichen Blick auf die Corona-Krise vor: Artikel, Radiobeiträge und Videos von Journalistinnen. Dazu hatten wir unter jb-Kolleginnen gefragt: was sind besonders gelungene Berichte und Reportagen?

Die Salonistas Tina Stadlmayer und Angelika Knop haben aus den genannten Favoriten Empfehlungen gebastelt. Hochinteressanter Lesestoff!

Jetzt im Watch-Salon: Von Fledermäusen und Falschnachrichten

Krise oder Chance – Corona

„Wie geht es dir beruflich – in Corona-Zeiten?“ haben wir jb-Kolleginnen gefragt und unterschiedliche Einblicke je nach Arbeitssituation und Privatleben erhalten. Zum Auftakt der Miniserie berichtet eine freie Journalistin mit einem Kitakind und einem Erstklässler über ihren Spagat zwischen Arbeit und Kinderbetreuung. Echt #CoronaEltern, echt tapfer. In der Fortsetzung schreiben Freie und eine Führungskraft über ihre Herausforderungen in der Pandemie.

Homeschooling und Homeoffice – immer ein schlechtes Gewissen

Auftragseinbruch oder „Viel zu viel zu tun“ – eine Freie und eine Führungskraft berichten

Krise als Chance: Digitales Empowerment: Über das Abenteuer Online-Lehre

Foto: Charles Deluvio by unsplash.com

Kollektiver Hack für solidarische Lösungen

Frau im grünen T-Shirt sitzt vor ihrem Laptop und lächelt in die Kamera

Die Münchner jb-Sprecherin Beatrix Boutonnet hat beim Hackathon #WirVsVirus mitgemacht: Unter der Schirmherrschaft des Bundeskanzleramtes tüftelten 42.000 Menschen ein langes Wochenende gemeinsam beim digitalen Ideenwettbewerb, um Lösungen für die Probleme rund um die Corona-Krise zu finden.

Die Wirtschaftsjournalistin ist keine Nerdine und auch kein Tekkie. Sie musste sich in neue Programme reinfuchsen – ist jetzt aber angefixt vom Geist des Austausches und der Solidarität, die sie dabei erleben konnte. Für den Watch-Salon hat sie als Gastautorin einen Insiderbericht geliefert: Corona-Hackathon #WirVsVirus: Kollektiver Solidarität

Foto privat: Beatrix Boutonnet während des Hackathons zuhause am Laptop

Mehr Filmfrauen in die Wikipedia

Hinter einer großen Filmkamera steht Nadja Krüger beim Filmen von AmygdalaZu wenig Regisseurinnen, Drehbuchschreiberinnen, Produzentinnen, ja auch Schauspielerinnen in der Wikipedia!

Der Art+Feminism-Edit-a-thon bei der Berlinale 2020 wird das ändern. Vom 21. – 23.2., und natürlich während des gesamten Filmfestivals, wird der Zoom auf Frauen im und am Filmset scharfgestellt. Auf Initiative von jb-Kollegin Elke Koepping, unterstützt von einem Kreis engagierter Frauen aus der Women-Edit-Community, werden neue Wikipedia-Einträge entstehen. Damit Rotlinks zu Blaulinks werden. Was es damit auf sich hat erklärt Gastautorin Ina Krauß.

Jetzt aktuell im Watch-Salon: Art+Feminism-Edit-a-thon Berlinale 2020

Foto: Nadja Krüger an der Filmkamera
Schuldenberg/Berlinale – Berlin Talents 2020

Feminismus, Intersektionalität und Journalismus

3 Frauen auf dem jb-Panel beim DiskutierenEine Diskussion über 280 Zeichen hinaus. Dazu hatte der jb gemeinsam mit der Heinrich Böll Stiftung am 11. November in Berlin eingeladen. Anlass: Die Auseinandersetzung um die Verleihung der Hedwig-Dohm-Urkunde an die Karikaturistin Franziska Becker im Sommer, die vor allem auf Twitter zu heftigen Diskussionen und auch Anfeindungen gegen den jb geführt hatte. Aber, so betonte jb-Vorsitzende Friederike Sittler in ihrer Begrüßung, die Veranstaltung solle das Thema weiten: Wie umgehen mit dem Streit im Feminismus, auch um die Bedeutung von Intersektionalität?

Aktuell im Watch-Salon: Das geht gar nicht!

Foto: Friederike Sittler, Kübra Gümüsay, Anna Mayrhauser / Stefan Röhl

Mauerfall persönlich

Eine der meistgefragten Fragen in der Woche des 30. Jahrestags des Mauerfalls ist: Wo und wie hast du ihn erlebt? Salonista Christine Olderdissen hat die Kolleginnen im Journalistinnenbund um ihre Erlebnisse gebeten. Und um Fotos aus der Zeit der Wende.

Zehn sehr persönliche Geschichten sind so entstanden,vermischt mit den Erfahrungen als Journalistinnen. Das eine lässt sich vom anderen nicht trennen.

Aktuell im Watch-Salon: 30 Jahre Mauerfall – wie haben wir ihn erlebt?

Fotocollage: Christine Olderdissen

Bonnie & Bonnie

Zwei Frauen küssen sich - aus dem Film Bonnie & BonnieEs macht Spaß, Kiki und Yara dabei zuzuschauen, wie sie durch Hamburg toben und die Hansestadt aufmischen, wie Kiki mit ihrer schnoddrigen Art den Machos in ihrer Umgebung Kontra gibt.

Regisseur Ali Hakim ist selbst in Hamburg-Wilhelmsburg aufgewachsen. Das merkt man seinem Film Bonnie & Bonnie an, denn er beschreibt die dortige Jugendszene sehr authentisch.

„Weniger Gangsterinnenballade als Liebesfilm mit Action-Einlagen“ meint Salonista Tina Stadlmayer in ihrer Filmbesprechung im Watch-Salon.

Foto: Salzgeber & Co. Medien GmbH

Lale Akgün und der aufgeklärte Islam

Lale Akgün Portrait im Garten

Was denkt Lale Akgün über die Grenzen der Glaubensfreiheit, und ist Aufklärung im Islam möglich? Salonista Eva Hehemann hat mit der bekannten Autorin und SPD-Politikerin ein ausführliches Sommerinterview geführt.

Anlass waren die Diskussionen um Cartoons von Franziska Becker im Juni vor der Verleihung der Hedwig-Dohm-Urkunde für Beckers Lebenswerk. Lale Akgün hatte die Cartoonistin gegen die Vorwürfe auf ihrer Facebook-Seite verteidigt.

In dem langen Watch-Salon-Lesestück kommt vieles zur Sprache, so wie auch die Haltung von Musliminnen zum Kopftuch: Lale Akgün und der aufgeklärte Islam

Foto: Eva Hehemann

Gendern im Watch-Salon

Mit schwarzem Edding gemalter Genderstern und eine LupeWie halten wir es eigentlich im Watch-Salon mit der sprachlichen Gerechtigkeit? Angesichts des kommenden Launchs von Genderleicht.de hat das Autorinnenteam eine Innenschau gemacht und festgestellt: Jede macht es so, wie sie mag, mit Tendenz zum Gendersternchen. Wir haben keine Sprachregelungen, aber achten auf diskriminierungsfreies Schreiben, spätestens beim Redigieren.

Mehr Gedanken zum geschlechtergerechten Sprachgebrauch im Job und im Leben in dieser Teamarbeit: Watch-Salon: Sichtbarkeit ist uns wichtig

„So klingen gendersensible Texte gut“ – Kommunikationstrainerin Corinna Waffender im Interview

Unsere Frau in New York

Rebecca Beerheide bei CSW63 in New York Rebecca Beerheide, Vorsitzende des Journalistinnenbundes, ist im März mit einer NGO-Delegation zur Frauenrechtskonferenz CSW63 gereist. Über das Treffen der ranghöchsten Politikerinnen der Welt hat sie exklusiv im Watch-Salon berichtet.

Obwohl sie zahllose Panels besucht hat, von Workshop zu Workshop geeilt ist und zwischendurch zu informellen Zusammenkünften und wieder zurück in das UNO-Hauptquartier, hat sie noch die Zeit gefunden, ihre Eindrücke für uns aufzuschreiben.

Jetzt im Watch-Salon
Bericht 1: Push back the pushback
Bericht 2: Von Schwestern, Daten und dem Platz am Tisch
Bericht 3: Und nun? Den Spirit von New York in der Heimat umsetzen! Fazit der UN-Frauenkonferenz

Foto: Rebecca Beerheide / Selfie

Action vor der Fotowand

Eine fröhliche Feier – Der Festakt zu 100 Jahren Frauenwahlrecht im Deutschen Historischen Museum in Berlin, auf den Tag genau nach jenem 12. November 1918, der den Frauen das Wahlrecht verschafft hat. 350 prominente Frauen waren gekommen, von Angela Merkel bis Margarete Stokowski, und stellten sich amüsiert vor die pinkfarbene Fotowand, in immer neuen Konstellationen.

Jetzt im Watch-Salon – Der Festakt als Fotosession

 

Foto: Christine Olderdissen

Female Pleasure

Leyla Hussein spricht mit Massai-Frauen über Genitale VerstümmelungDie nackte Frau als tägliche Ware – Busen, Beine, Hintern, um Parfüm oder Kleidung zu verkaufen. Mit Zeugnissen sexistischer Bilderwelten beginnt der Dokumentarfilm Female Pleasure. „Wir haben kein Recht auf unseren Körper. Kein Recht auf unsere Sexualität. Warum quälen sie uns seit Jahrtausenden?“ Das sagen fünf kluge und couragierte Frauen aus den großen Weltreligionen, die Regisseurin Barbara Miller über ihre wahrlich fürchterlichen Erfahrungen als Sexualobjekte befragt. Besonders beeindruckend die britische Aktivistin Leyla Hussein, die zu Massai-Frauen reist, um über genitale Verstümmelung zu sprechen.

Salonista Magdalena Köster faßt in ihrer Filmrezension die wesentlichen Aspekte der Doku zusammen, für alle, die den Weg ins Kino nicht schaffen.

Aktuell im Watch-Salon: Female Pleasure – ein Must See
Foto: x-Verleih

Karrieretipps für Spitzenfrauen

Annette Hillebrand Portrait in schwarz-weißWas gehört eigentlich dazu, sich in männlich dominierten Hierarchien zu behaupten? Annette Hillebrand, bis 2014 Leiterin der Akademie für Publizistik in Hamburg, kennt die Spielregeln. Sie coacht Medienfrauen, die es an die Spitze geschafft haben und plötzlich vor ungeahnten Problemen stehen. Bienenfleiß als Journalistin, so viel sei verraten, war gestern.

Salonista Eva Hehemann, die Annette Hillebrand aus der gemeinsamen Arbeit in der jb-Jury für den Couragepreis kennt, hat ihr die wichtigsten Tipps entlockt: Es kommt auf kluge Gesprächsführung, intensives Netzwerken und ein souveränes Auftreten an.

Neu im Watch-Salon: Endlich an der Spitze! Was jetzt?

Foto: Ulf Dahl

Ausgezeichnet

Courage-Preisträgerin Jenni RothSie hat ein Faible für ungewöhnliche Menschen und Situationen und findet beim Darüber-Schreiben die richtigen Worte: Jenni Roth. Für ihre Reportage im ZEITmagazin „Mord an Carolin G. – Eine Stadt sucht einen Mörder“ zeichnet sie der Journalistinnenbund mit dem Courage-Preis 2018 aus.

„Der Text ist spannend wie ein Krimi und hallt lange nach, ist dabei zurückhaltend und sachlich – einfach großartig!“, meint Eva Hehemann, die an der Jury-Entscheidung beteiligt war. Im Watch-Salon stellt sie die freie Print- und Radiojournalistin vor. Der Preis wird bei einer feierlichen Gala im Rahmen der jb-Jahrestagung „Visionale jb 2025“ am 30. Juni in Berlin überreicht.

Jetzt aktuell im Watch-Salon: Jenni Roth erhält den Courage-Preis 2018

Foto: Anja Martin

Must have: Vielfalt in Redaktionen

Fotowand mit Portraits von Frauen und Männern mit Fotoapparaten vor der Nase

„Es führt kein Weg an vielfältigen Redaktionen vorbei“, erklärte Zeit-Online-Autorin Vanessa Vu am Montag unserer „Woche der Vielfalt“ im Gespräch mit Salonista Mareice Kaiser. Das kommt sowieso, sagen auch die taz-Redakteurin Amna Franzke und die Kolumnistin und Buchautorin Jagoda Marinic: „Bald wird es in den Redaktionen aussehen wie in Deutschlands Städten und Schulklassen.“ Vielfältig statt eintönig, so wie die Geschichten, die wir dank der längst überfälligen Diversity zu lesen und zu hören bekommen. Das 6. jb-Medienlabor diskutiert an diesem Freitag in der Kunsthochschule für Medien Köln über „Medien in der Einwanderungsgesellschaft“. Der Watch-Salon hat vorab Referentinnen um Stellungnahmen gebeten.

Aktuell im Watch-Salon: Vanessa Vu und Amna Franzke und Jagoda Marinic
Foto: Deutsches Technikmuseum Berlin, Ausstellung Fototechnik

#journofairpay

Frauen weben aus rot-weissem Absperrband ein Netz zum Equal-Pay-Day vor dem Münchener RathausDas Entgelttransparenzgesetz ist ein zahnloser Tiger? Nicht so ganz – frau kann damit durchaus Zähne zeigen, gerne mit männlichen Kollegen. Wie wäre es zum Beispiel, wenn all die Herren in den Redaktionen mal ihren Auskunftsanspruch nutzen würden?

Zum Equal Pay Day an diesem Sonntag hat Salonista Angelika Knop eine Anleitung erstellt, wie wir mehr Transparenz in Medienhäusern schaffen.

Übrigens: Unter dem Hashtag #journofairpay kann in den Sozialen Medien dieser Artikel und viele weitere Forderungen zu mehr Entgelttransparenz und fairen Gehältern für Medienschaffende geteilt werden.

Aktuell zum Equal Pay Day im Watch-Salon: Anleitung für Entgelttransparenz

Foto: Angelika Knop