Medienlabor an der Ruhr: Lokale Berichterstattung
Optimistische und skeptische Blicke in die Zukunft des lokalen Journalismus prägten das 13. Medienlabor des Journalistinnenbundes. In diesem Jahr waren KollegInnen und Interessierte zu Gast bei der Stiftung Mercator in Essen.

Regionalgruppensprecherin Regina Völz
Das Ruhrgebiet wurde als Austragungsort gewählt, weil es hier einmal eine ausgeprägt vielfältige (Lokal-)Zeitungslandschaft gab. Mittlerweile beherrschen mehr oder weniger zwei Medienkonzerne das Feld, die von größtenteils gleichlautenden Artikeln bestückte Titel herausgeben.
Die Ausspielwege, digital oder analog, waren nicht das Thema der Veranstaltung, sondern die journalistische Arbeitsweise. Sie muss Grundlage für Vertrauen und Glaubwürdigkeit sein: nah dran am Geschehen, an den Menschen, eingeordnet und bewertet nach professionellen Kriterien. Wie sich dies aufrechterhalten lässt und welche Zukunft es geben kann, wurde diskutiert, ohne einfache Lösungen finden zu können.
„In fünf Jahren gibt es keinen Lokaljournalismus mehr“ oder „Ohne Lokaljournalismus gibt es keine demokratische Gesellschaft“, so lauteten die unterschiedlichen Einschätzungen und Überlegungen der Redakteurinnen. Einig waren sich alle darin, dass es notwendig sei, für die Zukunft des Qualitätsjournalismus zu kämpfen und das Bewusstsein für dessen Bedeutung zu schärfen. Eine Aufgabe, die viel Einsatz erfordert, so die klare Erkenntnis der engagierten Runde im Haus der Stiftung Mercator in Essen.

Prof. Dr. Uli Paetzel
Eingestimmt wurde die Diskussion von der Ansprache des Vorstandsvorsitzenden von Emschergenossenschaft und Lippeverband, Prof. Dr. Uli Paetzel. Als Förderer des jb-Medienlabors in Essen fand er soziologisch-philosophisch unterfütterte Worte zur Bedeutung des Journalismus und seiner gesellschaftlichen und politischen Relevanz. Seine Forderung, journalistische Information vom Kapitalmarkt abzukoppeln, ist richtungsweisend.
Regina Völz
Dana Savic
Alle Fotos von Ursula Kaufmann, Essen
www.ursulakaufmann.de
Der ganze Bericht über das → 13. jb-Medienlabor
Das nächste Treffen der Regionalgruppe Ruhr des Journalistinnenbundes ist voraussichtlich am 12. März 2026, genaue Infos folgen.
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- Beim 13. Medienlabor waren einige von uns natürlich dabei.
- Die Regionalgruppe Ruhr im Gespräch.
- Anke Spiess vom jb-Vorstand begrüßte uns und unsere Gäste.
- Diskussion in den Workshops
- Dank an die Regionalgruppe Ruhr für ihre tatkräftige Unterstützung
- Moderatorin Diemut Roether und Regionalgruppensprecherin Regina Völz





