Grafik Journalistinnenbund

Marlies-Hesse-Nachwuchspreis 2022 für Simona Grünberg

Portrait Simona Dürnberg

Preisträgerin Simona Dürnberg / Foto: Cathrin Bach

Der Journalistinnenbund e.V. verleiht den Marlies-Hesse-Nachwuchspreis 2022 an die Journalistin Simona Dürnberg für den Filmbeitrag „Reiches Land – arme Frauen?“, gesendet am 30.8.2021 im NDR.

In ihrem Beitrag stellt die Autorin in einem Generationendialog die Situation älterer Frauen in prekären Verhältnissen dar. In einfühlsamen Gesprächen geht sie den unterschiedlichen Haltungen der Frauen nach, die ihre Lage als defizitär beschreiben, diese aber als Herausforderung annehmen. Auf überzeugende Weise vermittelt sie vielfältige Erfahrungen im Alter und wie ein Leben mit geringer Rente zu bestehen ist. Mutig und beeindruckend zugleich klingen die entwickelten Überlebensstrategien, mit denen die Protagonistinnen versuchen, Altersarmut ertragbar zu machen oder zu verhindern.

Simona Dürnberg ist eine vorbildliche filmische Präsentation eines gesellschaftlich zu wenig beachteten Themas gelungen. Anschaulich bereicherte sie die gegenwärtige Lebensrealität von Frauen um neue Aspekte. Sie zeigt gleichzeitig auch der jüngeren Generation auf, wie wichtig es gerade für Frauen ist, finanziell vorausschauend für das Alter vorzusorgen. Allein ihre umfangreiche Recherche zu dieser Problematik verdient es, durch eine Preisverleihung zusätzlich Beachtung zu finden.

 

Die Jury:
Jenny Friedrich-Freksa (Chefredakteurin der Zeitschrift Kulturaustausch), Anna Mayr (Die ZEIT und ausgezeichnet mit dem Marlies-Hesse-Nachwuchspreis 2021), Marlies Hesse (Stifterin), Monika König (Soroptimist International im Club Köln-Römerturm), Sabine Zurmühl (Vorsitzende und Freie)

Der Preis wurde am 11.6.2022 im Gebäude der taz in Berlin verliehen.
Er ist mit 1000,- € dotiert.

Die Preisverleihung (auch Hedwig-Dohm-Urkunde und Courage-Preis) → in Bildern

 

Sissi Pitzer und Simona Dürnberg / Foto: Cathrin Bach